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REVIEW: „Independence Day: Wiederkehr“ (Ultra HD Blu-ray)

Independence Day Wiederkehr Ultra HD Blu-ray

Original: Independence Day: Resurgence

Anbieter: 20th Fox Home Entertainment

Laufzeit: ca. 120 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos Englisch
  • DTS 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 24.11.2016

Film

20 Jahre nachdem der erste Angriff der Aliens auf die Erde niedergeschlagen wurde, hat sich die Menschheit deren Technik zunutze gemacht und ein Verteidigungssystem aufgebaut, mit dem eine erneute Invasion abgewehrt werden soll. Unter dem Einfluss der Bedrohung von Aussen haben sich die Länder der Erde zusammengeschlossen und betreiben eine Mondbasis, auf der Soldaten aus der ganzen Welt stationiert sind. Diese Maßnahmen erweisen sich als gerechtfertigt, denn als sich der Jubiläumstag nähert, werden die Systeme eines der abgeschossenen Alien-Schiffe plötzlich wieder aktiv und es kündigt sich aus den Tiefen des Alls der Angriff einer noch viel größeren Invasions-Armada an ….

„Independence Day – Wiederkehr“ (Independence Day: Resurgence) ist Roland Emmerichs erste Fortsetzung eines seiner großen Blockbuster. Diese lässt mit ihrem Bombast den ersten Teil im Vergleich wie einen kleinen Low Budget-Film erscheinen. Noch besser als im Kino-Hit aus dem Jahr 1996 fädelt Emmerich seine Geschichte sehr langsam ein und macht zunächst mit vielen kleinen rätselhaften Ereignissen von verschiedenen Orten der Welt ein großes Geheimnis darum, wie genau die neue Bedrohung aussieht. Dabei wirft der Film einen interessanten Blick auf eine futuristisch angehauchte alternative Gegenwart, in der mit Alien-Technologie z.B. die Schwerkraft kontrolliert werden kann.

Viel Nostalgie ist auch dabei. So ziemlich jede Figur, die im ersten Teil zu sehen war, ist auch in der Fortsetzung zu sehen – von wenigen Ausnahmen wie Will Smith abgesehen, dessen Part von seinem Film-Sohn übernommen wird, der kein Knirps mehr ist sondern ein Elitepilot im Einsatz zwischen Erde und Mond. Man sieht auch wesentlich mehr von den Aliens und der US-Hurrapatriotismus wurde etwas reduziert. Dafür sind auch ein paar chinesische Darsteller dabei, die das asiatische Kinopublikum für den Film begeistern sollten. Neben den ID4-Veteranen sind auch eine ganze Reihe von neuen Gesichtern im Kampf gegen die Aliens zu sehen. Während Liam Hemsworth als draufgängerischer Pilot immer eine Spur zu allglatt erscheint, um wirklich Sympathiepunkte zu sammeln, ist Deobia Oparei als Warlord Dikembe Umbutu einer der heimlichen Stars des Films, der nicht nur jahrelang die Aliens in Afrika mit Macheten bekämpft hat sondern auch deren Sprache teilweise versteht.

Leider ist etwas die Selbstironie des ersten Teils abhanden gekommen. Dafür gibt es mehr schmalzige Romantik weswegen „Independence Day: Rückkehr“ stellenweise auch etwas wie ein Mix aus „Starship Troopers“ und „Pearl Harbor“ wirkt. Leider verliert die Story in der zweiten Hälfte auch an Spannung und stattdessen gibt es vor allem massive CGI-Action auf der Leinwand zu sehen, die auf Dauer ermüdend wirkt. Zudem versucht Emmerich zu sehr, fast alle Figuren des Films in den großen Showdown irgendwie mit einzubeziehen und so müssen sich auf einmal selbst Randfiguren in den letzten Minuten noch einmal in großer Heldenpose zeigen.

 

Bild  81 %

„Independence Day: Wiederkehr“ wurde zwar mit sehr lichtempfindlichen digitalen RED-Kameras in 4k und 6k-Auflösung gedreht und für das Kino auch ein „Digital Intermediate“ in 4k-Auflösung produziert. Dennoch lässt der Film zumindest bei großen Bilddiagonalen konstant ein leichtes (wahrscheinlich künstliches) Rauschen erkennen. So bietet die Ultra HD Blu-ray im Vergleich zur Blu-ray Disc zwar einen Tick mehr Detailschärfe. Allerdings fällt der Vorsprung nicht ganz so deutlich wie bei anderen Filmen auf, da auch das feine Rauschen in gleichem Maße erhöht wird. In einzelnen Momenten wirkt der Film sehr detailliert, aber meist wird das Optimum der nativen Ultra HD-Auflösung nicht ausgenutzt.

Im Vergleich zum bunten „Independence Day“ aus dem Jahr 1996 bietet die Fortsetzung eine wesentlich düstere Optik mit einem nicht besonders hohen Kontrast. Die HDR-Optik erzeugt zwar keinen Wow-Effekt, sorgt aber immerhin für etwas mehr Dynamik durch höhere Helligkeits-Spitzenwerte und eine leicht verbesserte Feinzeichnung von dunklen Bildbereichen. 

Die stark gefilterten Farben im leichten Teal/Orange-Look wirken etwas schmutzig. Der erweiterte Farbraum der Ultra HD Blu-ray kommt gerade in den vielen blau eingetönten Momenten nur eingeschränkt zur Geltung. Zumindest in einzelnen Bildbereichen wirken die Farben aber zumindest etwas brillanter als auf Blu-ray Disc.

 

Ton 93 %

Der Surround-Mix von „Independence Day: Wiederkehr“ bietet in den Action-Szenen eine Menge satter Surround-Effekte mit weitem 360 Grad-Sound und teilweise auch einige schöne Klangverläufe zwischen den verschiedenen Kanälen. Klanglich fehlt es dem Sound aber etwas an Wucht und auch die Hochtonwiedergabe lässt etwas an Brillanz vermissen. Der Dolby Atmos-Mix der englischen Originalfassung steigert den Unterhaltungswert des Films aber noch einmal: Die objektbasierte Abmischung macht den Raumklang noch etwas atmosphärischer und bietet auch einige interessante Deckeneffekte. Bereits die Eröffnungssequenz macht lautstark von den zusätzlichen Deckenkanälen Gebrauch und während des ganzen Films erlebt man immer wieder einzelne Soundeffekte, die mit dem Atmos-Mix noch eindrucksvoller als mit der klassischen Mehrkanalabmischung wirken.

 

Special Features

  • Entfallene Szenen
  • Audiokommentare von Roland Emmerich
  • Der Krieg von 1996
  • Ein anderer Tag: Die Entstehung von Independence Day: Wiederkehr
  • Spaß am Set
  • Designkonzepte
  • Original Kinotrailer


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