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REVIEW: „Harbinger Down – Das Grauen lauert im Eis“ (Blu-ray Disc)

Harbinger Down Blu-ray Disc

Original: Harbinger Down

Anbieter: Splendid Entertainment

Laufzeit: ca. 83 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD 5.1 Deutsch
  • DTS HD 5.1 Englisch

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 29.01.2016

Film

Der Fischkutter „Harbinger“ von Captain Graff (Lance Henriksen) ist im Eismeer mit einer Gruppe Studenten unterwegs, die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf Wale erforschen wollen. Als die jungen Forscher ein altes Wrackteil im Eis finden, nehmen sie es für weitere Untersuchungen mit an Bord. Alles deutet darauf hin, dass es sich um die Trümmer eines sowjetischen Raumschiffs handelt, in dem Experimente mit biologischen Organismen durchgeführt wurden. Und einige dieser Organismen sind noch erhalten, tauen auf und werden zu einer tödlichen Gefahr für alle Personen an Bord …

„Harbinger Down“ ist das Kino-Regie-Debüt von Alex Gillis, der seit den Achtziger Jahren als „Creature Designer“ an den Special Effects von Filmen wie „Aliens – Die Rückkehr“ mitgearbeitet hat.

Die Finanzierung des Films erfolgte zu einem großen Teil über eine Kickstarter-Kampagne, bei der fast 350.000 Dollar eingesammelt wurden. Gillis war zuvor mit den Special Effects des 2011er „The Thing“-Remakes beschäftigt, die dann von Universal jedoch zu einem großen Teil durch digitale Effekte ersetzt wurden und mit „Harbinger Down“ wollte Gillis zeigen, wie man auch heute noch mit der klassischen Technik beeindruckende Ergebnisse erzielen kann. 

Die Alien-Filme sind ebenso wie John Carpenter’s „The Thing“ unübersehbar die großen Vorbilder dieses Low Budget-Films, der selbst in den USA nur in wenigen Kinos zu sehen war. „Harbinger Down“ ist im Stil der 80er gemacht, zeigt eine Menge handwerklich gut gemachter Effekte und wirkt in seinen Aufnahmen und Schnitt wie ein richtig großer Film, der recht gekonnt die Budget-Defizite kaschiert. Viel Geld für große Stars war nicht drin und besonders herausragende darstellerische Leistungen werden auch nicht geboten, aber mit Lance Henriksen konnte Gillis immerhin einen Veteranen der Alien-Filme (Bishop) verpflichten.

Wer „The Thing“ kennt, dürfte von der Handlung nicht sonderlich überrascht werden, aber immerhin bietet „Harbinger Down“ eine halbwegs runde Story mit ein paar kleinen Überraschungen. Ausserdem bietet der Film für rund 83 Minuten ein gutes Erzähltempo statt die Geschichte unnötig in die Länge zu ziehen.

Im Endeffekt ist „Harbinger Down“ aber doch nur eine halbwegs gelungene Kopie von bekannten Vorbildern und wer sich an einem Abend zwischen „The Thing“ und „Harbinger Down“ entscheiden soll, dürfte wahrscheinlich immer noch dem Carpenter-Klassiker den Vorzug geben, der alleine schon mit seiner atmosphärischen Musik, die „Harbinger Down“ trotz guter Sound-Effekte fehlt, noch viel besser diese düstere Grusel-Stimmung erzeugt.

 

Bild 84 %

„Harbinger Down“ wurde mit der kompakten Blackmagic Cinema Camera gedreht. Das Master ist sehr sauber. Nur bei grossen Bilddiagonalen über 50 Zoll fällt das leichte Rauschen unter den überwiegend sehr ungünstigen Lichtverhältnissen auf. Trotz des wenigen Lichts erkennt man immer die wichtigen Einzelheiten im Bild und der Kontrast wirkt sogar recht plastisch. Die Farben wurden nur leicht verfremdet und wirken sehr kräftig. Die Bildschärfe ist ist durchgängig auf gutem bis sehr guten Niveau. Die Kompression ist sehr sauber und zeigt keine Störungen.

Ton 86 %

„Harbinger Down“ bietet einen sehr atmosphärischen Surround-Mix mit hoher Dynamik und einigen ziemlich kräftigen 360 Grad-Effekten. Auch in ruhigeren Momenten präsentiert der Surround-Mix eine düstere Atmosphäre mit ‎raumfüllenden Musikelementen und Umgebungsgeräuschen von allen Seiten. Und die gute Hochtonwiedergabe sorgt zugleich für ein sehr transparentes Klangbild.

 

Special Features


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