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REVIEW: "Das Fünfte Element - 4k Remastered" (Blu-ray Disc)

Original: The Fifth Element

Anbieter: Universum Film

Laufzeit: ca. 126 min.

Bildformat: 2,35:1

Audiokanäle

  • Dolby Atmos (Deutsch, Englisch)

Untertitel: Deutsch

VÖ-Termin: 30.11.2017

Film

"Das Fünfte Element" beginnt mit einer Rückblende ins Ägypten des Jahres 1914. Inmitten der Wüste landen die Mondoshawan, eine außerirdische Intelligenz, und entnehmen einem Tempel vier geheimnisvolle Steine, die über Jahrhunderte hinweg von Priestern beschützt worden sind. Die Außerirdischen sehen jetzt die Erde nicht mehr als sicheren Aufbewahrungsort an. In 300 Jahren, so prophezeien sie, werde das Böse die Erde erobern. Vor ihrem Abflug ins All versprechen sie allerdings, im Ernstfall der Menschheit zu helfen.

300 Jahre später nähert sich das Böse der Erde in Form einer riesigen schwarzen Masse, die die Erde zu verschlucken droht. Wie versprochen, kommen die Mondoshawan zur Hilfe: Sie entsenden ein fünftes Element, das, inmitten der anderen vier Steine plaziert, das Böse besiegen soll. Doch auch noch jemand anders ist hinter dem fünften Element her: Zorg (Gary Oldman), der auf der Seite des Bösen steht. Die außerirdischen Mangalores schießen in seinem Auftrag das Raumschiff ab, mit dem das Fünfte Element auf die Erde zusteuert.

Einige Trümmerstücke des Raumschiffes werden gefunden. Dank der darin gefundenen DNA können Gentechniker auf der Erde das fünfte Element wieder zum Leben erwecken - in Form der rotschöpfigen Leeloo (Milla Jovovich). Diese flüchtet jedoch sofort aus dem Labor und stürzt sich auf der Flucht vor der Polizei vom Dach eines riesigen Hochhauses. Ihr tiefer Fall wird gestoppt, als sie dem völlig überraschten Korben Dallas (Bruce Willis) durchs Dach in sein Taxi fliegt.

Dallas, ein ehemaliger Armeesoldat, bringt die wild brabbelnde Leeloo nach einer wilden Verfolgungsjagd über den Straßen (über die "Luftstraßen" New Yorks) New Yorks zum Priester Cornelius (Ian Holm). Dieser kann Leeloos Worte verstehen und erfährt, dass die benötigten vier Steine bei einer Diva auf der Urlaubskolonie "Fhloston Paradise" zu finden sind. Korben bekommt daraufhin von der Regierung den Auftrag, in verdeckter Mission nach "Fhloston Paradise" zu fliegen, um dort die Steine in Empfang zu nehmen. Doch wie es nicht anders zu erwarten ist, sucht nicht er alleine, denn sowohl die Mangalores als auch Zorg wollen die Steine in ihre Hände bekommen...

Die Story klingt ziemlich banal und der Film ist etappenweise auch etwas nervig - besonders die komödiantischen Einlagen des möchtegernkomischen Radiomoderators Ruby Rhod (Chris Tucker), der Korben auf seiner Reise nach Fhloston Paradise ständig auf den Fersen hängt, gehen etwas daneben. Zudem ist die Wahl der Hauptdarstellerin wohl auch eher Geschmackssache - nicht jeder wird in Leeloo mit ihrer Wischmopp-Frisur die Verkörperung der absoluten optischen Perfektion sehen. 

Doch ehrlich gesagt geht es bei diesem Film auch weniger um den Inhalt und um solche zugegebenermaßen hochgradig subjektiven Details, sondern vielmehr wie bereits bei Ridley Scotts "Blade Runner" um die Bilder und die gesamte Atmosphäre. Und in dieser Hinsicht bekommt das Auge eine ganze Menge geboten: Futuristische Städte mit tiefen Häuserschluchten und riesige Raumschiffe gibt es in "Das Fünfte Element" massenweise zu sehen. Bei der Geschwindigkeit, mit der all die bunten Bilder an einem vorbeirauschen, ergibt sich nur wenig Gelegenheit, über inhaltliche Lücken überhaupt nachzudenken.

 

Bild 97 %

Bereits die Blu-ray Disc-Version von 2008 war visuell nahezu perfekt und bot eine Qualität, die nur wenige Filme erreichen. Vollkommen frei von künstlich wirkenden Verfremdungen, zeigt Bessons Popcorn Science Fiction-Abenteuer ein extrem plastisches schon beinahe dreidimensional wirkendes Bild mit viel Tiefe.

Bereits 2015 erschien in den USA eine Blu-ray Disc-Neuauflage von "Das Fünfte Element", die auf einer neuen 4k-Abtastung basierte und Ende 2017 erschien zeitgleich nur Ultra HD Blu-ray auch diese neue Blu-ray Disc-Version in Deutschland.

Die Verbesserungen zeigen sich vor allem in Feinheiten. Das Master wurde behutsam gesäubert und kleinere Unregelmäßigkeiten eliminiert. Und das feine Filmkorn sorgt subjektiv für einen etwas knackigeren Schärfeeindruck.

Der Kontrast ist perfekt und zeigt neben einem tiefen Schwarz ohne harte Schatten auch helle Bildbereiche frei von Überstrahlungen an. Die Farben sind sehr kräftig und leuchten in warmen Neon-Tönen ohne dabei aber einen künstlich wirkenden Farbstich zu zeigen.

Die Bildschärfe ist durchgängig auf Referenz-Niveau. Praktisch jede Szene wird detailscharf abgebildet und lässt Einzelheiten sichtbar werden, die in solchem Detail nur selten zu sehen sind. Die digitalen Effekte sind deutlich erkennbar auf einem niedrigeren Schärfe-Niveau, was aber meist immer nur für kurze Momente auffällt.

 

Ton 87 %

Der Surround-Mix von "Das Fünfte Element" kann sich auch nach Jahren immer noch mit der Konkurrenz von heute messen und klingt so gut wie nie. Neben der Ultra HD Blu-ray bekam auch die Blu-ray Disc-Neuauflage einen Dolby Atmos-Mix in Deutsch und Englisch spendiert.

Die Abmischung klingt sehr weiträumig und bringt nicht nur in den Action-Szenen das Geschehen von allen Seiten klanglich zur Geltung, sondern bietet neben guten Surroundeffekten auch eine imposante Präsentation kleinerer Soundeffekte und insbesondere der Music Score erklingt sehr prägnant von allen Seiten. Zwar klingt der Mehrkanalmix ab und zu auch etwas monoton, aber dennoch sehr dynamisch. Bereits von der ersten Szene an beeindruckt der Film durch seinen satten Bass. Ebenso kann die Blu-ray Disc aber auch im Hochtonbereich punkten.

Die Klangqualität der beiden Tonspuren ist auf nahezu identischem Niveau. Bei der Dolby Atmos-Abmischung zeigen sich aber einige Unterschiede. Da der Film nicht ursprünglich mit Dolby Atmos produziert wurde, enthält die neue Abmischung die bereits vorhandenen Effekte in teilweise neu arrangierter Form. Dabei entsteht oft der Eindruck, als ob die Deckenkanäle sehr durchgängig mitlaufen würden, aber es werden auch gezielte Effekte eingesetzt. Die Zuweisung der Effekte an die Deckenkanäle erfolgt dabei im Vergleich zwischen Originalton und Synchronfassung oft sehr unterschiedlich.

 

Special Features

  • Audio-Kommentar der Special Effects-Crew
  • Entstehung: Dokumentationen: Making of, Design & Look, Hinter den Kulissen, Dreharbeiten, Kostüme
  • Teaser, Trailer & TV-Spots
  • Cannes am 07.05.1997: Pressekonferenz, Featurette, Der rote Teppich
  • Interviews mit Cast & Crew
  • Bildergalerie
  • Teaser-Trailer zur Wiederaufführung 2017

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