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REVIEW: "Blade Runner 2049" (Blu-ray 3D)

Original: Blade Runner 2049

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment

Laufzeit: 164 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • Dolby Digital 5.1 Englisch
  • Dolby Digital 5.1 Deutsch

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 15.02.2018

Film

Der junge Blade Runner K (Ryan Gosling) macht bei einem Einsatz eine ungewöhnliche Entdeckung, die seine Polizei-Chefin unbedingt geheimhalten will. K bekommt den Auftrag, die Spuren zu beseitigen und entdeckt dabei immer mehr Ungereimtheiten, die auch seine eigene Existenz in Frage stellen ....

"Blade Runner 2049" ist eine direkte Fortsetzung von Ridley Scotts "Blade Runner" aus dem Jahr 1982 und obwohl im Vorfeld des Kinostarts nicht nur zahlreiche Trailer sondern auch noch mehrere eigenständige Prequel-Kurzfilme veröffentlicht wurden, gelang es Regisseur Denis Villeneuve, das Geheimnis um den eigentlichen Inhalt des Films weitgehend zu bewahren. Die Trailer zeigen zwar viele Momente aus dem Film, geben aber trotzdem tatsächlich kaum konkrete Hinweise auf die Story. Und so ist es auch ratsam, zwar bereits die Ereignisse von "Blade Runner" zu kennen, den neuen Film aber möglichst ohne weitere vorherige Informationen anzusehen.

"Blade Runner 2049" ist eine gelungene Fortsetzung von "Blade Runner", die eine ganz andere Richtung einschlägt und auch ihren eigenen Stil hat. Dadurch unterscheidet sich der Film z.B. von "Star Wars: Das Erwachen der Macht", der sehr darum bemüht war, die Atmosphäre der "Classic Trilogy" von George Lucas wiederzubeleben. Auf der Suche nach Parallelen legt der Film auch immer wieder falsche Fährten.

Den Kultstatus erlangte "Blade Runner" im Lauf der Jahre vor allem wegen der bunten Neon-Optik und dem Vangelis-Soundtrack, der trotz der ständigen Dunkelheit mit seinen verträumten Melodien diese verregnete Zukunftsvision etwas märchenhaft wirken ließ. "Blade Runner 2049" wird hingegen überwiegend von trostlos-vernebelten Bildern mit wenig Licht und verwaschenen Farben dominiert und dabei von einem knarrend-dröhnenden Soundtrack von Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch begleitet, der die rauhe Atmosphäre intensiv verstärkt. Villeneuve bringt zusammen mit seinem Kameramann Roger Deakins große Bilder auf die Leinwand, die zwar visuell beeindrucken aber weniger auf "Eyecandy" als triste Endzeitstimmung setzen.

Das Drehbuch von "Blade Runner 2049" entstand unter der Leitung von Hampton Fancher, der bereits für das Script von "Blade Runner" mitverantwortlich war und diesem gelang es, die Geschichte 30 Jahre in der Zukunft mit neuen Akzenten fortzusetzen. Der Film verweist immer wieder auf das Original und dreht sich um die ähnlichen existenziellen Fragen, ist dabei aber noch viel düsterer als Ridley Scotts Film. Das Erzähltempo ist sehr gemächlich und in den insgesamt 164 Minuten gibt es nur relativ wenig "Action". "Blade Runner 2049" ist kein Popcorn-Kino wie es die Marvel-Filme bieten und viele Szenen ziehen sich mit Ryan Gosling und seinem trägen Hundeblick ziemlich in die Länge. Die Geschichte des "Blade Runners" wird zuende erzählt und es drängt sich nicht zwangsläufig eine weitere Fortsetzung auf. Dafür eröffnet "Blade Runner 2049" aber viele Möglichkeiten für weitere Filme mit ganz neuen Themen.

 

Bild 82 %

"Blade Runner 2049" wurde mit digitalen Arria Alexa-Kameras mit 3.4k-Auflösung gedreht. Im Rahmen der Postproduction wurde auch ein 4k Digital Intermediate produziert, so dass Käufer der Ultra HD Blu-ray eine höhere native Auflösung als bei der Blu-ray Disc zu sehen bekommen.

Das Master ist sehr sauber und selbst auf großen Bildschirmen ist fast kein Rauschen zu erkennen. Das Bild ist überwiegend recht dunkel und der Kontrast nur mittelmäßig. Dadurch wirkt das Bild auch nicht sonderlich plastisch. Die Feinzeichnung von Details in dunklen Bildbereichen ist teilweise etwas dürftig und der Schwarzwert stellenweise auch etwas überhöht.

Die Farben wurden sehr stark gefiltert und die meisten Szenen im Hollywood-typischen Teal/Orange-Stil digital verfremdet wodurch sich ein schmutziger Look mit beschränktem Farbumfang ergibt. Nur in wenigen Szenen wirken die Farben etwas leuchtender und erinnern an die bunte Neon-Optik von Ridley Scotts "Blade Runner" (ca. 137 min.). 

Die Bildschärfe ist auf Top-Niveau. Fast jede einzelne Szene des Films wirkt sehr scharf und nicht nur Nahaufnahmen zeigen viel Detail. Selbst die digitalen Effekte zeigen nur geringfügig weniger Schärfe als die realen Filmaufnahmen.

 

3D 95 %

Erst mit der 3D-Version von "Blade Runner 2049" kommt die Optik des Films richtig zur Geltung. Während die normale Blu-ray Disc für einen recht flachen Bildeindruck sorgt, präsentiert die Blu-ray 3D die gesamte Szenerie des Films mit einer grandiosen Tiefenwirkung, die dem Zuschauer eine viel intensivere Perspektive verschafft. Trotz des recht dunklen Bildes bietet die Blu-ray 3D eine sehr authentische dreidimensionale Optik, die sehr stark auf Tiefenwirkung setzt, aber eine Räumlichkeit mit vielen Ebenen erschafft, die sogar den Bildvordergrund dezent mitnutzt. Allerdings gibt es auch einzelne Szenen, bei denen der Lichtverlust durch die 3D-Brille das ohnehin sehr dunkle Bild so stark dämpft, dass in dunklen Bildbereichen nur noch wenig zu erkennen bleibt.

 

Ton 87 %

Sony präsentiert auf der Blu-ray Disc den englischen Originalton und die deutsche Synchronfassung als DTS HD MA 5.1-Mix. Für die Blu-ray 3D gibt es nur Dolby Digital 5.1-Sound. Exklusiv auf Ultra HD Blu-ray ist der englische Originalton im Dolby Atmos-Format enthalten.

Der Sound von "Blade Runner 2049" wird vor allem durch den Music Score von Hans Zimmer und Benjamin Wallfisch geprägt, der lautstark von allen Seiten erklingt und die Handlung während eines Großteils der fast dreistündigen Laufzeit begleitet. Der Sound klingt atmosphärisch von allen Seiten und wird auch immer wieder von kräftigem Basseinlagen aus dem Subwoofer begleitet. Im Hochtonbereich ist der Soundtrack aber etwas unpräzise. Gezielte Surround-Effekte setzten an einzelnen Stellen noch zusätzliche Akzente und sind klar aus verschiedenen Richtungen ortbar.

 

Special Features

Die Entstehung der BLADE RUNNER Welt
Blade Runner 101
Vorwort
2036: Nexus Dawn
2048: Nowhere to Run
2022: Blackout

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