Blu-ray Disc-Reviews

REVIEW: "Black Panther" (Blu-ray Disc)

Original: Black Panther

Anbieter: Walt Disney Home Entertainment

Laufzeit: ca. 134 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch
  • Dolby Digital Plus 7.1 Deutsch

Untertitel: Englisch, Deutsch u.a.

VÖ-Termin: 19.07.2018

Film

Nach dem Tod seines Vaters kehrt  T’Challa alias "Black Panther" (Chadwick Boseman) in seine Heimat zurück, um die Thronfolge in dem afrikanischen Staat Wakanda einzunehmen. Die Welt hält Wakanda für ein abgeschottetes Entwicklungsland. Doch in Wirklichkeit ist Wakanda im Besitz von Hochtechnologie, die dem Rest der Welt weit voraus ist und wie ein Staatsgeheimnis behandelt wird. Als eine Gruppe von Dieben den wichtigsten Rohstoff des Landes in ihre Hände bekommt, droht nicht nur das Geheimnis von Wakanda aufzufliegen sondern die ganze Welt in Gefahr zu geraten ...

Nach seinem Leinwanddebüt in "The First Avenger: Civil War" ist der "Black Panther" zwar bereits im "Marvel Cinematic Universe" bekannt. Der Hintergrund dieses ersten schwarzen Marvel-Helden wird aber erst in seinem ersten Solo-Film erklärt. Dieser schickt den Zuschauer in ein von vielen Mythen geprägtes Fantasie-Land in Afrika, in dem trotz viel High Tech die Traditionen der Stammeskultur noch eine große Bedeutung spielen. Der Film spielt zum Großteil in Wakanda und dreht sich vor allem um die Machtverhältnisse innerhalb dieses Landes, welches sich aufgrund seines technologischen Fortschritts die Isolation vom Rest der Welt leisten kann.

Der "Black Panther" ist als Superheld trotz der schützenden Kraft seines Anzugs verletzbar und nicht zuletzt auf die Unterstützung seiner kampfesmutigen Kriegerinnen angewiesen. Trotz der Unterstützung durch viel Technik sieht man überwiegend sehr klassische Action-Fights. Von denen gibt es eine ganze Menge in diesem recht harten Marvel-Film, der bis auf wenige Ausnahmen auch weitgehend auf humorige Momente verzichtet. Und vor allem hat "Black Panther" auch eine richtige Story zu bieten, die den Film trotz leichter Überlänge von 135 Minuten ohne lange Durchhänger konsequent voranbringt und auch einige Wendungen zu bieten hat. Erst der Showdown bietet dann wieder den Marvel-typischen Overkill an überdrehten Stunts und spektakulärer CGI-Action.

Mit "Black Panther" sammelt Chadwick Boseman bei seinem ersten richtig großen Auftritt im Marvel Cinematic Universe viele Sympathiepunkte und es bleibt zu hoffen, dass der "Black Panther" in seiner unausweichlichen Fortsetzung noch nicht allzuschnell in die Superhelden-Routine verfällt sondern den Zuschauer auch weiterhin mit neuen Einblicken in die geheimnisvolle Welt von Wakanda überraschen kann.

 

Bild 85 %

"Black Panther" wurde mit digitalen Arri Alexa-Kameras in 3.4k-Auflösung gedreht. Im Rahmen der Postproduction wurde ein 4k Digital Intemediate anfertigt, so dass die Ultra HD Blu-ray die native Auflösung der Blu-ray Disc übertrifft.

Das Master ist sehr sauber und zeigt selbst in dunklen Szenen praktisch kein Rauschen. Der Kontrast erscheint recht plastisch und dank einem meist recht dezentem Filtereinsatz bietet die Blu-ray Disc eine hohe Bandbreite bunter Farben in verschiedenen Tönen. Positiv fällt auch auf, dass der Kontrast selbst in dunklen Bildbereichen genügend Details sichtbar lässt. Die Bildschärfe ist auf gutem bis sehr gutem Niveau. Während die Realaufnahmen ein recht detailliertes HD-Bild zeigen, wirken die vielen digitalen Animationen meist etwas weichgezeichnet.

 

Ton 82 %

Disney spendiert der Ultra HD Blu-ray einen englischen Dolby Atmos-Mix während die deutsche Tonspur im Dolby Digital Plus 7.1-Format vorliegt. Auf der Blu-ray Disc gibt es auch die Originalfassung nur als klassischen DTS HD MA 7.1-Mix.

"Black Panther" bietet einen weiträumigen Surround-Mix, der mit vielen kleinen und großen Musik- und Surround-Effekten glänzen kann. Die Klangqualität ist allerdings ziemlich dürftig. Der Surround-Mix entwickelt nur sehr wenig Dynamik und selbst die ganz großen Action-Szenen bleiben akustisch meist recht zurückhaltend und passen so nicht zur großen Show, die auf dem Bildschirm inszeniert wird. Hin und wieder gibt es zwar auch ganz tiefe Klänge aus dem Subwoofer zu hören aber dennoch wirkt die Basswiedergabe meist stark gebremst. Neben einer schwachen Basswiedergabe erscheint auch der Hochtonbereich leicht gedämpft was häufig für ein etwas monotones Klangbild sorgt. Selbst Szenen mit viel Potenzial wie in Kapitel 12 mit rauschendem Wasser rundherum klingen sehr detailarm. Trotz Dolby Digital Plus 7.1-Sound ertönt die deutsche Synchronfassung im Direktvergleich sogar ein wenig satter als die englische DTS HD MA 7.1 Lossless-Tonspur.

Wer über einen AV-Receiver mit mehreren abspeicherbaren Equalizer-Presets verfügt, kann die klanglichen Defizite zumindest etwas durch eine Bass- und Höhenanhebung ausgleichen.

 

Special Features

  • Pannen vom Dreh
  • Zusätzliche Szenen
  • Audiokommentar
  • Featurettes

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