Blu-ray Disc-Reviews

REVIEW: „Atomic Blonde“ (Ultra HD Blu-ray)

Original: Atomic Blonde

Anbieter: Universal Pictures Video

Laufzeit: ca. 115 min.

Bildformat: 2,40:1

Audiokanäle

  • DTS:X (Englisch)
  • DTS:X (Deutsch)

Untertitel: Deutsch, Englisch u.a.

VÖ-Termin: 22.12.2017

Bild 85 %

„Atomic Blonde“ wurde mit Arri Alexa-Kameras in 2.8k-Auflösung gedreht. Im Rahmen der Postproduction kam aber nur ein 2k Digital Intermediate zum Einsatz, so dass das Ausgangsmaterial im Vergleich zwischen Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray keinen großen Vorteil für die Ultra HD Blu-ray bietet.

Regisseur David Leitch setzt bei „Atomic Blonde“ viele optische Stilmittel ein, die das Bild optisch verfremden. So wurde der Vor- und Abspann z.B. so gestaltet, als ob er von einem alten Monochrom-Monitor abgefilmt worden wäre. Das Master ist sehr sauber und zeigt nur minimales Rauschen. Der Film zeigt oft ein etwas blasses Bild mit verwaschenen stark blau gefilterten Farben. Doch im Vergleich zur Blu-ray Disc, wo dieser Effekt die Qualität extrem reduziert, wurde das digitale Grading der Ultra HD Blu-ray etwas mehr in Richtung Neon-Look getrimmt und bietet dadurch in den meisten Szenen einen recht ordentlichen Kontrast, der auch den Farben trotz der sehr dominanten Blaufilterung etwas mehr Brillanz verleiht und die vielen Lichter oft für eine dynamische HDR-Optik ausnutzt. Und einzelne Szenen bieten sogar einen richtig plastischen Kontrast mit vielen bunten Farben, die auch den erweiterten BT.2020-Farbraum sehr vorteilhaft nutzen.

Die Bildschärfe ist auf gutem bis sehr gutem Niveau. Stellenweise werden aber auch gezielte Unschärfen als Stilmittel eingesetzt und die Detailschärfe ist im Vergleich zur Blu-ray Disc nur minimal besser und weit von echtem 4k-Niveau entfernt.

Ton 88 %

Universal präsentiert „Atomic Blonde“ sowohl auf Blu-ray Disc als auch Ultra HD Blu-ray inklusive objektbasiertem DTS:X-Mix in Deutsch und Englisch.

Der Soundtrack setzt eine Menge Musik der Achtziger Jahre wie „Blue Monday“ von New Order oder „Major Tom“ von Peter Schilling mit sattem Klang ein, die mit effektvollem Hall auf auch den Surround-Kanälen zu hören sind. Aber auch der elektronisch-knarzende Music Score und die vielen Umgebungsgeräusche sorgen für eine weite räumliche Atmosphäre. Surround-Effekte kommen überwiegend dosiert zum Einsatz, wirken aber gerade durch die gezielte Nutzung der Deckenkanäle immer wieder sehr beeindruckend. Auch die Klangqualität ist sehr gut. Neben kräftigen Bässen kann der impulsiv abgemischte Surround-Mix auch durch eine saubere Hochtonwiedergabe überzeugen.

 

Special Features

  • Unveröffentlichte Szenen
  • Willkommen in Berlin
  • Blond und Bewaffnet
  • Meister der Spione
  • Anatomie einer Kampfszene
  • Eine Geschichte in Bewegung
  • Audiokommentar mit Regisseur David Leitch und Cutterin Elisabet Ronaldsdottir


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