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REVIEW: „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ (Blu-ray Disc)

Original: Alice Through The Looking Glass

Anbieter: Walt Disney Home Entertainment

Laufzeit: 113 min.

Bildformat: 1,85:1

Audiokanäle

  • DTS HD MA 7.1 Englisch
  • DTS HD HR 5.1 Deutsch

Untertitel: Englisch, Deutsch u.a.

VÖ-Termin: 20.10.2016

Film

Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska) muss kurz nach der Rückkehr von einer langen und gefahrenreichen Handelsreise aus China in ihrer Heimatstadt London feststellen, dass ihre Mutter das Haus der Familie an Lord Ascott überschrieben hat, der ihr das Haus nur im Tausch gegen das Schiff ihres Vaters zurückgeben will. Enttäuscht flüchtet Alice über einen magischen Spiegel ins Wunderland, um ihre alten Freunde zu besuchen. Doch auch hier hat sich einiges verändert und nur mit Hilfe einer mysteriösen Zeitmaschine hat Alice eine Chance, die Welt wieder ins richtige Lot zu bringen …

„Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ ist vorwiegend für Fans des ersten „Alice“-Films aus dem Jahr 2010 gemacht und zeigt wieder viel effektgewaltiges Eyecandy in einer Zauberwelt die durch eine Vermischung von Realaufnahmen und digitalen Animationen entstanden ist. Die etwas hektisch wirkende Inszenierung lässt allerdings nur wenig Atmosphäre aufkommen und wirkt optisch mit seinem quietschbunten Farben-Mix auch häufig überladen. Statt märchenhaftem Charme steht vor allem viel spektakuläre Action im Vordergrund. Wer auf solch opulente Filme steht, bekommt mit „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ aber zumindest visuell eine Menge geboten.

 

Bild 85 %

„Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ wurde mit digitalen Kameras und teilweise sogar in 6.5k-Auflösung gedreht. Das Master ist sehr sauber und zeigt kaum Rauschen. Trotz einer stark verfremdeten Optik zeigt der Film einen recht plastischen Kontrast und auch in dunklen Szenen eine ziemlich gute Feinzeichnung. Die kräftigen Farben sind stark gefiltert und betonen gerade in den Wunderland-Szenen die bunte Malkasten-Optik. Die Bildschärfe der Realaufnahmen ist überwiegend auf sehr gutem Niveau und fällt vor allem durch die saubere Detaildarstellung positiv auf. Bei den digitalen Animationen wird hingegen nicht immer ein konstant hohes Schärfeniveau geboten, so dass einzelne Bildelemente auch unscharf erscheinen können.

 

Ton (Englisch) 95 %

Ton (Deutsch) 88 %

Wie bereits beim ersten „Alice im Wunderland“-Film ist auch bei „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ wieder Danny Elfman für den Music Score zuständig gewesen, der erneut ein Sound-Spektakel der Extra-Klasse präsentiert. Dieser Soundtrack ist während des Großteils der Laufzeit lautstark von allen Seiten hörbar und gefällt neben der stark ausgeprägten Räumlichkeit auch durch die glasklare Hochtonwiedergabe und die gute Feindynamik. Selbst in den ruhigen Szenen hört man meist etwas aus den Surround-Kanölen und zwar nicht nur Musik sondern auch immer wieder kleinere Surround-Effekte. In den dramatischeren Momenten dreht der Film nochmals auf und kann auch ohne Dolby Atmos mit dynamischem 360 Grad-Sound und gute Dynamik glänzen. In der deutschen Synchronfassung klingt das Ganze leider nicht ganz so lebendig und daher lässt der Raumklang dort in den ruhigeren Szenen etwas zu wünschen übrig.

 

Special Features

• Hinter den Spiegeln – Making-of
• Wunderbare Kostüme
• Die Figuren in Unterland
• Ein Interview mit Zeit
• Wie Alice durch den Spiegel geht: Szenen-Vergleich
• Alice in der Festung der Zeit: Szenen-Vergleich
• Musikvideo: „Just Like Fire“ von P!NK
• Making-of des Musikvideos von P!NK
• Audiokommentar
• Zusätzliche Szenen mit Audiokommentar


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