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ZDF zeigt "James Bond 007 - Spectre" in HDTV

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Das ZDF zeigt im Rahmen seiner James Bond-Reihe jetzt auch den aktuellsten 007-Film "Spectre" in HDTV. Das Bond-Abenteuer aus dem Jahr 2015 wird im ZDF am 17. Januar ab 20:15 Uhr ausgestrahlt. Eine Wiederholung ist in der Nacht auf den 18.01. ab 00:15 Uhr geplant. Alternativ steht "Spectre" derzeit auch bei Amazon Prime Video inklusive englischem Originalton zum Abruf bereit.

Unsere Filmkritik zu Spectre:

Durch eine Reorganisation der britischen Geheimdienste unter eine privatwirtschaftlich organisierte Aufsicht droht der Doppel-Null-Einheit das Aus. Der neue Boss C (Andrew Scott) ist davon überzeugt, dank elektronischer Vollüberwachung auf echte Agenten für die Schmutzarbeit verzichten zu können und schon in Kürze soll ein System online gehen, in dem die Daten der großen Geheimdienste der Welt miteinander geteilt werden. "M" (Ralph Fiennes) setzt James Bond (Daniel Craig) vorerst aufs Abstellgleis, nachdem bei einem unautorisierten Einsatz in Mexico City ein halber Häuserblock in Schutt und Asche gelegt wurde. Ein geheimnisvoller Ring bringt Bond auf die Spur der internationalen Verbrecher-Organisation "Spectre", deren Anführer (Christoph Waltz) nicht nur hinter vielen Anschlägen der letzten Jahre stehen soll sondern auch schon in der Jugendzeit die Bekanntschaft mit James gemacht haben will und mehr über dessen Vergangenheit zu wissen scheint als er selbst ...

Der vierte James Bond-Film mit Daniel Craig folgt der Tradition des Vorgängers "Skyfall". Daniel Craig bietet wieder eine charismafreie Darstellung mit ewiggleichem Gesichtsausdruck und der ganze Film wird in einer ausgewaschenen Optik mit reduzierter Farbpalette präsentiert, die selbst die wenigen Szenen mit etwas Glamour düster und farblos wirken lässt.

Doch das Hauptproblem ist nicht, ob man Daniel Craig als James Bond mag, sondern die Story, an der gleich viele verschiedene Drehbuchautoren beteiligt waren und die ziemlich langatmige Inszenierung. Die Eröffnungssequenz ist trotz des Action-Abschlusses bereits kennzeichnend für den gesamten Film, der bei einer Laufzeit von 148 Minuten Szenen oft in die Länge zieht, ohne diese langen Momente mit relevantem Inhalt zu füllen.

Die Story gräbt wieder einmal einige Geheimnisse aus Bonds Vergangenheit aus und greift nicht nur einige Elemente aus den früheren Craig-Filmen wieder auf sondern geht zum Teil noch viel tiefer in die Historie zurück. Es gibt aber auch wieder ein paar klassische Momente wie z.B. eine längere Verfolgungsjagd mit dem neuen Aston Martin.

Doch so interessant diese ganzen kleinen Anekdoten als Bausteine für einen Bond-Film sein mögen, ergeben sie im Zusammenspiel keine Handlung aus einem Guss sondern wirken wie eine notdürftig miteinander in Verbindung gebrachte Konstruktion ziemlich unterschiedlicher Einzelepisoden.

Selbst Christoph Waltz wirkt als Oberschurke weitaus weniger bedrohlich und listig als man es nach "Inglourius Basterds" und "Django Unchained" gewohnt ist. Lediglich David Bautista als der Mann fürs Grobe stellt für James Bond zumindest zeitweise eine ernsthafte Gefahr dar.

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