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IFA: ZDF setzt auf HbbTV – und fast nicht auf 3D

Auf der IFA will das ZDF vor allem die Verbindung von TV und Internet demonstrieren. Der neue Videotext-Nachfolger HbbTV soll auf der IFA präsentiert werden und ermöglicht über einen Internetzugang neben programmbegleitenden Informationen auch einen Abruf der ZDF-Mediathek über den Fernseher. Ab September soll dieser Dienst bereits verfügbar sein. Auf der IFA wird auch die Ankündigung erster Fernseher mit HbbTV erwartet, die bereits mehrere Hersteller in Aussicht gestellt haben.

Skeptisch ist ZDF-Intendant Markus Schächter hingegen gegenüber dem dreidimensionalen Fernsehen eingestellt: "Wir werden uns an Pilotprojekten beteiligen und Erfahrungen sammeln. Aber die Technik ist derzeit für das Fernsehen noch viel zu aufwendig und teuer.", erklärte der ZDF-Intendant im Vorfeld der IFA. Insgesamt sieht Schächter drei Hürden: "Die Produktion ist bis zu 60 Prozent teurer, für die Übertragung benötigt man zusätzliche Kanäle oder Transponder und so lange man eine spezielle Brille braucht, wird es 3D in einem Alltagsmedium schwer haben."  

Allerdings will das ZDF die Möglichkeiten der neuen Technik in den nächsten Jahren zusammen mit dem japanischen Fernsehen ausloten. "Südkorea und Japan sind fünf Jahre weiter. Man ist aber auch dort der Meinung, dass ein Durchbruch noch viele Jahre dauern wird.", so Schächter.

Ein eigenes 3D-Pilotprojekt hat der Sender bereits gestartet: Filmregisseur Wim Wenders inszeniert derzeit in Zusammenarbeit mit ZDF und arte eine Hommage an die Tänzerin Pina Bausch als dreidimensionalen Film, dessen Rohschnitt gerade fertig geworden sein soll.

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