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WePad – Deutsche iPad-Konkurrenz mit HDMI (Update)

Die Berliner Firma Neofonie will im Sommer mit dem "WePad" einen Tablet-PC mit 11,6 Zoll-Touchscreen-Display auf den Markt bringen, der ähnlich wie das iPad von Apple auch als Lesegerät für Zeitungen zum Einsatz kommen soll. Das Gerät basiert auf einer Intel Atom-CPU (N450) und nutzt Linux als Basis für das eigene Betriebssystem WePad OS, welches um Android-Apps und Adobe Air erweiterbar sein soll. Auch Flash-Animationen werden unterstützt.

Das WePad hat eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln und soll in zwei Versionen auf den Markt kommen: Die 449 EUR-Variante ist mit Bluetooth, WLAN und 16 GB internem Speicher ausgestattet (erweiterbar mit SD Karten auf 48 GB). Das WePad 3G soll 569 EUR kosten und 32 GB Speicher bieten (erweiterbar um 32 GB mit SD Karte). Zusätzlich gehören UMTS/HSDPA, GPS und Full HD 1080p-Unterstützung zur Ausstattung.

Als Anschlüsse stehen 2 x USB und (laut Netbooknews nur für die 3G-Version) ein HDMI-Ausgang zur Verfügung. Außerdem verfügt das WePad über eine 1,3 Megapixel-Kamera. Bei der Akku-Laufzeit ist das WePad allerdings nicht ganz so gut aufgestellt wie das iPad mit seinen 10-11 Stunden: Das WePad soll rund 6 Stunden mit einer Akkuladung laufen.

Zeitungsverlagen bietet der Hersteller mit dem WeMagazinePublisher eine Plattform, die elektronische Zeitschriften auf das WePad bringen soll. Mit Gruner+Jahr wurde bereits ein erster Medienpartner gefunden, der den "Stern" in einer elektronischen Version für das WePad veröffentlichen will.

Das WePad soll im Rahmen eines "Softlaunch" ab Juli bereits in ersten Stückzahlen verkauft werden und dann ab August allgemein verfügbar sein. Interessenten können sich bereits unter www.wepad.mobi registrieren und sollen eine Info erhalten sobald das WePad vorbestellbar ist.

Update: Nachdem Neofonie gestern in Berlin das "WePad" erstmals der Öffentlichkeit präsentierte, kommen inzwischen Zweifel auf, dass der Hersteller wirklich in der Lage ist, das Gerät bis zum Sommer zur Produktreife zu entwickeln. Neofonie zeigte kein funktionsfähiges Modell sondern lediglich einen Prototypen, auf dem ein Demo-Video lief. Nachdem dem Magazin "Androidpads.com" in einem Video eine Windows-Fehlermeldung aufgefallen war, musste Neofonie heute gegenüber dem Handelsblatt eingestehen, dass in der Tat auf dem vorgeführten Gerät ein Windows-Betriebssystem installiert war. Eine Luftnummer scheint das WePad dennoch nicht zu sein: Heise hatte zumindest bereits die Gelegenheit, ein älteres Vorserienmodell zu begutachten.

 

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