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Weltpremiere für ersten 120 fps „High Frame Rate“ Kino-Film im Oktober

Sony präsentiert Ang Lees “Billy Lynn’s Long Halftime Walk” (Die irre Heldentour des Billy Lynn) erstmals im Oktober in kompletter Länge im „Ultra High Frame Rate“-Format. Im Rahmen des New York Film Festivals feiert der Film am 14. Oktober seine Welturaufführung.

Regisseur Ang Lee hat seinen nächsten Film, der in den USA am 11. November ins Kino kommt, durchgängig mit 120 Bildern pro Sekunde gedreht. Lee nutzte für den Dreh des Militär-Dramas eine HDR-taugliche Sony F65-Kamera in 4k-Auflösung und 3D. Die hohe Framerate soll den Zuschauern des Ang Lee-Films das Kampfgeschehen möglichst realistisch darstellen.

Zuletzt hatte Peter Jackson seine Hobbit-Trilogie mit einer „High Frame Rate“ von 48 fps statt der üblichen 24 Bilder pro Sekunde gedreht. Die Resonanz des Kinopublikums war aber eher negativ. Vielfach wurde kritisiert, dass der Film wie eine TV-Soap aussehen würde. Daher hat Warner nach der Hobbit-Trilogie bislang auch keine weiteren Kinofilme mit „High Frame Rate“-Technik produziert.

120 fps wie für “Billy Lynn’s Long Halftime Walk” geplant, wurden bislang in erster Linie für Slow Motion-Aufnahmen verwendet. Dabei wird die hohe Aufnahmegeschwindigkeit nur dazu genutzt, um durch die spätere Wiedergabe mit normaler Geschwindigkeit die Abläufe langsamer erscheinen zu lassen. Auch James Cameron plant, seine „Avatar“-Fortsetzungen mit „High Frame Rate“-Technik zu drehen. Bislang ist noch nicht bekannt, welche Framerate Cameron bei den Avatar-Filmen genau einsetzen wird.

Der Kinostart von Ang Lees “Billy Lynn’s Long Halftime Walk” war in Deutschland lange Zeit für den 10. November 2016 geplant. Bereits vor einiger Zeit wurde der Start aber auf den 26.01.2017 verschoben. Ob dann auch bereits einige Kinos in der Lage sein werden, den Film mit 120 fps vorzuführen, ist noch nicht bekannt. Für die erste Vorführung einiger Ausschnitte wurde in den USA ein Laser-Projektor von Christie genutzt.

In der Romanverfilmung von Ben Fountain geht es um eine Gruppe junger Soldaten zur Zeit des US-Kriegs im Irak, die nach einem Kriegseinsatz als Helden gefeiert werden und vom Militär zu einer Victory-Tour in die Heimat zurückgeschickt werden.

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