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Vodafone startet LTE am 1. Dezember – Telekom gibt Preise bekannt

Vodafone und die Deutsche Telekom haben Details für den neuen Hochgeschwindigkeitsmobilfunk LTE bekannt gegeben, der Internet mit einer maximalen Datenrate von bis zu 50 Mbit/s vor allem in die Regionen bringen soll, in denen bislang noch kein DSL verfügbar ist.

Vodafone will LTE zunächst Anfang Dezember in rund 100 Gemeinden starten und laut Focus bis zum Frühjahr an 1500 Standorten anbieten. Eine Verfügbarkeitsabfrage ist bereits auf der Vodafone-Website möglich. Vodafone verkauft für die LTE-Nutzung einen Samsung-USB-Stick für 1 EUR und bietet nach Geschwindigkeit gestaffalte Tarife an: 10 GB Datenvolumen mit max. 7,2 MBit/s kosten monatlich 42,49 EUR, 15 GB mit max. 21,6 MBit/s monatlich 52,49 EUR und für 30 GB mit max. 50 Mbit/s verlangt Vodafone 72,49 EUR pro Monat. Bei Überschreiten des Datenvolumens wird die Datenübertragung auf 384 kbit/s reduziert. Wer bereits einen Vodafone-Mobilfunktarif hat, bekommt die LTE-Tarife für 10 EUR weniger pro Monat. Die Nutzung ist auf einen Umkreis von 2 km um den "Zuhause"-Bereich beschränkt. Wer LTE auch ausserhalb dieser Zone nutzen will, zahlt dafür 9 Cent/min bei einer 5 Minuten-Taktung. Die Nutzung von VOIP und Peer to Peer-Diensten ist via LTE bei Vodafone nicht gestattet.

Die Telekom will laut dpa LTE ab April LTE zusammen mit einem Festnetzanschluss im Tarif "Call & Surf via Funk" für 39,95 EUR im Monat vermarkten und bietet auch einen WLAN-Router von Huawei an, um den Internetzugang in einem Heimnetzwerk nutzen zu können. Den Netzausbau will die Telekom bis Ende 2010 an 1000 Standorten vorantreiben.

Die maximal 50 Mbit/s dürften bei der LTE-Nutzung in der Praxis nur selten erreicht werden, da ähnlich wie bereits bei UMTS sich mehrere Nutzer einen Funkkanal teilen. Da LTE zum Teil auch auf Frequenzen im UHF-Bereich gesendet wird, die auch für DVB-T und DVB-C genutzt werden können, ist bis zuletzt umstritten, inwieweit das LTE-Internet den TV-Empfang stören kann. Sobald die Nutzung von LTE voranschreitet, wird sich zeigen, ob dieses theoretische Störpotential auch in der Praxis wirklich zu Problemen führt. 

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