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Verbraucherschützer kritisieren DVB-T-Ausstieg von RTL

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. kritisiert die Entscheidung der Mediengruppe RTL, die Verbreitung ihrer Programme über das digitale Antennenfernsehen DVB-T spätestens am 31.12.2014 einzustellen. "Statt an der Weiterentwicklung von DVB-T konstruktiv mitzuarbeiten, zieht sich die Mediengruppe RTL lieber zurück", so Michael Gundall, von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. So liege es nun hauptsächlich in der Hand der öffentlich-rechtlichen Sender, das terrestrische Fernsehen auch in den neuen Standard DVB-T2 – mit dem dann auch hochauflösendes Fernsehen übertragen werden kann – einzuführen. Ob und wie sich die Sendergruppe ProSiebenSat.1 daran beteiligen wird ist, derzeit noch unklar.

Für viele Bürgerinnen und Bürger ist aus Sicht der Verbraucherschützer das breite Programmangebot gerade im Rhein-Main Gebiet mit seinen 12 öffentlich-rechtlichen und 12 private Programmen eine attraktive und vor allem sehr kostengünstige Möglichkeit, Fernsehen zu empfangen. Vor allem der geringe Aufwand an Antennentechnik und der mobile Empfang sprächen eindeutig für DVB-T.

Die Verbraucherzentrale weist ausserdem auf die Mehrkosten für Kabelfernsehen oder IPTV hin, wenn Verbraucher auf die Sender der Mediengruppe RTL nicht verzichten wollen. Einem Wechsel zum Satellitenempfang stünden bei vielen Haushalten mietrechtliche Bestimmungen entgegen. Allerdings weist die Verbraucherzentrale nicht darauf hin, dass zumindest Mieter mit Balkon in Richtung Süden die Möglichkeit haben, unauffällig eine kleine Satelliten-Antenne auf der Balkonfläche zu installieren sofern dabei kein Eingriff in die Gebäudesubstanz vorgenommen wird.

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