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USA: Paramount verabschiedet sich vom analogen Film

In den USA hat Paramount laut einem Bericht der L.A. Times als erstes Hollywood-Studio damit begonnen, Kinos ausschließlich mit digitalen Filmkopien zu beliefern. Als erster größerer Kino-Film soll auf diesem Wege Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“ in die Kinos gekommen sein, der in den USA bereits am 25.12.2013 gestartet ist. Als letzer größerer Film soll „Anchorman 2“ noch mit 35 mm-Kopien in den Vertrieb gekommen sein. Betroffen sind vom Ende der analogen Technik rund 8 % der US-Kinos, die bislang noch nicht auf digitale Technik umgestellt haben.

Für die Hollywood-Studios ist der digitale Vertrieb kostengünstiger, da statt rund 2000 USD für eine Zelluloid-Kopie im digitalen Vertrieb weniger als 100 USD für eine Festplattenkopie anfallen, die sich durch die digitale Übertragung via Satellit noch reduzieren lassen. Und im Unterschied zur bei jedem Abspielvorgang schlechter werdenden Qualität des analogen Films bleibt die ursprüngliche Qualität beim digitalen Film erhalten.

Von anderen Hollywood-Studios wird in den USA ebenfalls ein Wechsel auf den rein digitalen Vertrieb in den nächsten Jahren erwartet. Entsprechende Ankündigungen an Kino-Betreiber gab es bereits von Fox und Disney und der zweite Teil von „Die Tribute von Panem“ wurde im November 2013 von LionsGate in den USA bereits ausschließlich im digitalen Format in die Kinos gebracht.

Auch in Deutschland werden die Kinos teilweise bereits ausschließlich mit digitalen Kopien beliefert. Die Entwicklung, die sich jetzt in den USA abzeichnet, ist hier sogar bereits wesentlich weiter fortgeschritten und der Umstieg von analoger auf digitale Technik schon fast komplett abgeschlossen: Laut einem Thread im Filmvorführer-Forum soll bereits die Mehrzahl der großen Studios keine 35 mm-Kopien mehr in Deutschland anbieten und Warner die Einstellung der 35 mm-Film-Auslieferung für den 1. Februar 2014 angekündigt haben.

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