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USA: Hollywood-Studios planen HDTV-„Video on Demand“ kurz nach Kino-Start

In den USA gibt es Pläne einiger Hollywood-Studios, Kino-Filme zukünftig bereits kurz nach dem Kino-Start und lange vor der Veröffentlichung auf Blu-ray Disc und DVD in HDTV als „Video on Demand“-Service im Kabel- und Satelliten-Fernsehen auszustrahlen. Dies berichtet das Medienmagazin www.contentagenda.com.

Publik wurden die Pläne durch eine Anfrage der „Motion Picture Association of America“ (MPAA). Die Hollywood-Lobby-Organisation hat bei der Medienaufsicht FCC einen Antrag eingereicht, der das Ziel hat, die Bildausgabe von Kabelboxen und Sat-Receivern über den analogen YUV-Ausgang von Senderseite aus zu sperren und nur über kopiergeschützte Ausgänge wie HDMI möglich zu machen.

Die FCC hatte 2003 den Sendern eine solche Kontrolle verboten und gleichzeitig entschieden, dass Pay TV-Programme nicht nur über proprietäre Set Top-Boxen sondern mit Hilfe eines „Cable Card“ genannten CI-Moduls auch mit anderen Geräten nutzbar sein sollten – Umstände, von denen deutsche Verbraucher nur träumen können.

Welche Hollywood-Studios konkret bereits entsprechende „Video on Demand“-Pläne haben, ist nicht bekannt. Denn die MPAA hat stellvertretend für die Hollywood-Studios den Eintrag eingereicht, ohne dass diese selbst in den Vordergrund getreten sind und entsprechende Pläne angekündigt haben. Die MPAA stellt es ihren Mitgliedern frei, zu entscheiden, ob sie wirklich noch vor einer Veröffentlichung auf Blu-ray Disc und DVD Filme bereits im Video on Demand-Verfahren anbieten möchten und will lediglich die aus ihrer Sicht dafür erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen.

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