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Technicolor speichert Spielfilm in künstlicher DNA

Technicolor hat erfolgreich ein neues Archivierungsverfahren erprobt, welches die Speicherung eines Spielfilms in künstlicher DNA ermöglicht. Dazu wurde der französische Stummfilm „Die Reise zum Mond“ aus dem Jahr 1902 zunächst digitalisiert. Anschließend wurde der binäre Zahlencode in ein künstliches DNA-Muster umgewandelt, welches in den Molekülen einer Flüssigkeit gespeichert wurde. Das Verfahren soll nicht nur hohe Speichermengen auf kleinstem Raum ermöglichen sondern sich vor allem durch die Haltbarkeit auszeichnen. Während herkömmliche Speichermedien einem Alterungsprozess unterliegen, verändert sich die DNA unter normalen Bedingungen nicht. Damit eignet sich das DNA-Verfahren vor allem zur Langzeitarchivierung. Bis zur praktischen Anwendung wird es aber noch etwas dauern: „Die Reise zum Mond“ ist gerade einmal 16 Minuten lang und hat rund sechs Wochen zur Speicherung benötigt. Technicolor setzt jedoch darauf, das Verfahren optimieren zu können und für einen kommerziellen Einsatz bereit zu machen.

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