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Starkes Blu-ray Disc-Wachstum in Deutschland

Die Blu-ray Disc-Verkaufszahlen in Deutschland sind in den letzten Monaten stark angestiegen. Dies geht aus den Verkaufsanalysen der GfK Panel Services Deutschland GmbH für das 1. Quartal 2008 hervor, die jetzt der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) veröffentlicht hat.

Im ersten Quartal 2008 wurden bereits 10 Mio. EUR mit dem Verkauf „hochauflösender Bildtonträger“ wie Blu-ray Disc und HD DVD generiert, womit nach nur drei Monaten bereits der größte Teil des HD-Gesamtjahresumsatzes aus 2007 (13,6 Mio. EUR) erreicht wurde. Welchen Einfluss dabei noch die HD DVD hatte, ist den Zahlen nicht zu entnehmen, da keine Einzel-Umsätze für die beiden Formate genannt wurden. Die bislang meistverkaufte Blu-ray Disc der ersten drei Monate ist „Ratatouille“, der auch auf DVD am häufigsten verkauft wurde. Bei den DVD-Käufen liegen auf dem zweiten und dritten Platz „Harry Potter und der Orden des Phönix“ und „Nachts im Museum“.

Der Gesamt-Umsatz aus dem Verkauf und Verleih von DVDs und High Definition-Bildtonträgern wie der Blu Ray-Disc ist im ersten Quartal 2008 mit insgesamt 379 Mio. EUR im Vergleich zu den 366 Mio. EUR aus dem Vergleichszeitraum 2007 um 3,6% angestiegen. Den Löwen-Anteil macht dabei immer noch das DVD-Geschäft aus: Betrachtet man die ersten drei Monate des Jahres 2008, ist laut BVV der DVD-Verkaufsumsatz um 2% auf 296 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 291 Mio. €) und nach Anzahl verkaufter DVDs sogar um 7% auf 24,6 Mio. Stück (1. Quartal 2007: 23,1 Mio. Stück) angewachsen.

Trotz des starken Wachstums im ersten Quartal erreichen die HD-Verkäufe auf Basis der Umsatzanteile am Gesamtmarkt aktuell gerade einen Marktanteil von rund 3 Prozent – obwohl die Preise für Blu-ray Discs gewöhnlich höher sind als die von DVDs.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied des BVV, Joachim A. Birr zeigt sich dennoch zuversichtlich über das weitere Wachstum der Blu-ray Disc: “Die aktuellen Daten belegen, dass die Verbraucher offensichtlich die Einigung auf ein High-Definiton-Format abgewartet haben, um nun zukunftssicher auf ein DVD-Nachfolgeformat setzen zu können. Da die traditionell verkaufstarken Zeiten des Jahres noch vor uns liegen, erwarten wir spätestens im Weihnachtsgeschäft diesen Jahres den Durchbruch der Blu Ray-Disc.“

Der Verleihmarkt hat sich im ersten Quartal 2008 erholt: So verzeichnete der DVD-Vermietmarkt im ersten Quartal dieses Jahres nach drei Jahren des Abschwungs erstmalig wieder einen Umsatzzuwachs um 1% auf 73 Mio. € (nach 72 Mio. € in 2007). Die Anzahl der Vermiettransaktionen ist um 3% auf 30 Mio. Verleihvorgänge gestiegen (2007: 29 Mio.). Im Verleih lag ebenfalls „Ratatouille“ an der Spitze, gefolgt von „Das Bourne Ultimatum“ und „Chuck & Larry – Wie Feuer und Flamme“.

Kritik äußert der BVV an der jüngsten Änderung des Jugendschutzgesetzes, die die Industrie dazu verpflichtet, Filme zukünftig mit größeren Jugendschutz-Kennzeichnungen zu versehen: „Ohne eine einzige Anhörung der betroffenen Industrie und in einem durch nichts zu begründenden puren Aktionismus sollen die Platzierung und Größe der seit mehr als 25-Jahren genutzten FSK-Kennzeichen auf den digitalen Datenträgern und der Verpackung verändert werden, was für den Jugendmedienschutz keinerlei Verbesserung bedeutet, die Industrie aber – bei derzeit ca. 40.000 verkaufsaktiven DVD-Titeln – mit Umstellungskosten in dreistelliger Millionenhöhe belastet“.

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