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Sky: Paramount will auf Geoblocking-Zwang verzichten

Als erstes Hollywood-Studio geht Paramount auf die Kritik der EU-Komission ein und will darauf verzichten, in seinen Verträgen mit Pay TV-Anbietern eine Nutzung ausserhalb des Lizenzgebiets einzufordern. Wie die EU-Kommission mitteilt, soll die Verpflichtung zunächst für fünf Jahre gelten und sowohl für Pay TV-Dienste via Satellit als auch Online Video on Demand-Dienste gelten.

Damit reagiert Paramount auf ein von der EU-Kommission im Januar 2014 eingeleitetes förmliches Kartellverfahren, welches die Klauseln in Pay-TV-Output-Vereinbarungen zwischen Sky UK und den Major Hollywood-Studios untersuchte. Im Juli 2015 teilte die EU-Kommission mit, dass ihrer Auffassung nach einige Klauseln der Pay-TV-Output-Vereinbarungen zwischen sechs US-Filmstudios und Sky UK unter anderem den passiven Verkauf der Pay-TV-Dienste von Sky UK einschränken würden.

Welche praktischen Auswirkungen die Entscheidung von Paramount haben wird, bleibt offen. Sky selbst vermarktet seine Angebote weiterhin getrennt in England, Deutschland und Italien. Profitieren würden zunächst also nur Sky-Kunden, die das Online-Angebot ausserhalb der Ländergrenzen nutzen wollen. Ein einfacherer Zugang zu Pay TV-Angeboten für Interessenten aus anderen Ländern, dürfte damit nicht automatisch geschaffen werden, selbst wenn auch die anderen Hollywood-Studios auf das Geoblocking verzichten würden.

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