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Sky Deutschland-Chef Williams geht

In den letzten Tagen wurden Spekulationen über einen Rücktritt von Mark Williams als Vorstandsvorsitzenden von Sky Deutschland noch dementiert, doch jetzt ist es amtlich: Williams legt zum 31. März 2010 sein Amt nieder. In einer Mitteilung nennt Sky keinen konkreten Anlass für den Rücktritt sondern spricht lediglich von "persönlichen Gründen".

Nachfolger von Williams soll Brian Sullivan werden, derzeit Managing Director Customer Group bei BSkyB in England, der vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2010 bereits zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde. Sullivan wird in dieser Funktion zunächst drei Monate lang an Williams Seite tätig sein, ehe er mit Wirkung zum 1. April 2010 neuer Vorstandsvorsitzender der Sky Deutschland AG wird. 

Mark Williams, der zuvor bei Sky Italia tätig war, hat maßgeblich die Umgestaltung von Premiere zu Sky Deutschland vorangetrieben und dem defizitären Pay TV-Sender nicht nur neue HDTV-Sender sondern auch ein neues Preisgefüge verpasst, welches weniger Freiheit bei der Programmauswahl bietet, da Kunden seit Juli ähnlich wie in England zunächst ein Basispaket mit verschiedenen Spartensendern abonnieren müssen, welches dann durch Sport-, Film- und HDTV-Pakete gegen Aufpreis erweitert werden kann.

Der designierte Sky-Chef Sullivan war in seinen mehr als 13 Jahren bei BSkyB u.a. an der Entwicklung der Festplattenreceiver-Systeme Sky+ und Sky+HD beteiligt. Nachdem dieser Produktbereich von Sky Deutschland bislang noch nicht sonderlich forciert wurde, wird dies möglicherweise einer der Schwerpunkte von Sullivan bei der strategischen Produktentwicklung des Unternehmes werden. Bereits Williams hatte Pläne für eigene HDTV-taugliche Festplattenreceiver bei Sky Deutschland angekündigt, mit denen laut Sky-Angaben aber frühestens erst am Ende des ersten Quartals 2010 zu rechnen ist.

Sullivans Hauptaufgabe dürfte es aber freilich zunächst sein, Sky aus den roten Zahlen zu bringen.

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