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RTL erhält Gebühr für HDTV-Sender bei Unitymedia

Die Mediengruppe RTL erhält von dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia künftig eine Gebühr für die Einspeisung der HD-Kanäle. Dies hat das „Handelsblatt“ (Ausgabe vom 25. April) aus Verhandlungskreisen erfahren. Demnach bekomme RTL einen Anteil aus der HD-Zusatzgebühr, die Unitymedia in Höhe von vier Euro monatlich von seinen Kunden verlangt. Die Vereinbarung stellt eine Zäsur im Einspeismarkt dar: Bislang mussten Sender wie RTL für die Einspeisung bezahlen, nun wird der Kölner Programmanbieter erstmals an Erlösen eines Kabelnetzbetreibers beteiligt („amerikanisches Modell“). „Es ist eine seit Jahren bekannte Forderung von uns, dass wir für HD-Content eine Vergütung von den Plattformbetreibern erhalten möchten“, sagte Andre Prahl, bei RTL verantwortlich für die Programmverbreitung, dem „Handelsblatt“. Mit der Astra-Plattform HD+ hatte RTL bereits vor zwei Jahren eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Über die finanziellen Details des Kabel-Deals wollten sich die Beteiligten indes nicht äußern, schreibt die Wirtschaftszeitung. Mit dem Abschluss erhöhe sich nun der Druck auf den größten deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, der bislang noch keine HD-Vereinbarung mit RTL getroffen hat. Ein Vertrag zwischen RTL und der KDG rücke aber näher, berichtet die Zeitung ohne Nennung von Quellen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Infosat.

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