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Privatsender liegen bei HDTV-Verbreitung ganz hinten

Eine Mehrheit der deutschen TV-Haushalte empfängt ihre Fernsehprogramme inzwischen in HDTV. Laut dem Digitalisierungsbericht 2016 der Medienanstalten empfängt mit 53 Prozent über die Hälfte der TV-Haushalte hochauflösendes Fernsehen, ein Plus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die überwiegend verschlüsselten privaten HD-Programme empfängt jedoch nur knapp ein Fünftel bzw. 19,8 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland. Mit einem Anstieg um lediglich einen Prozentpunkt ist die Verbreitung der privaten HDTV-Sender im letzten Jahr somit kaum vorangeschritten. 

Die aktuellen Ergebnisse der von TNS Infratest durchgeführten Studie belegen allerdings auch, dass das klassische Fernsehen zunehmend an Bedeutung verliert: In den jüngeren Zielgruppen der 14-19- und 20-29-Jährigen entfällt weniger als die Hälfte des Bewegtbildkonsums auf das klassische Fernsehen. In diesen Altersgruppen liegt Video-On-Demand mit 41 bzw. 34 Prozent bereits auf Augenhöhe mit der TV-Nutzung.

YouTube und die Mediatheken dominieren die Video-on-Demand-Nutzung (VoD). Sowohl das Videoportal als auch die Abrufangebote der TV-Sender werden aktuell bereits von rund 26 Prozent der Personen über 14 Jahren genutzt. Auch hier fallen die Mediatheken der Privaten mit 13,4 Prozent Nutzeranteil in der Bevölkerung zurück. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Anteil der Nutzer privater Mediatheken unter den regelmäßigen VoD-Nutzern sogar um 19 Prozent zurück.

Deutlich auf dem Vormarsch hingegen sind die Onlinevideotheken wie Amazon Video und Netflix. Bereits ein Fünftel der Deutschen nutzt diese Angebote, in der Altersgruppe der 14-29-Jährigen mit 46,4 Prozent bereits fast die Hälfte. Der Erhebung von TNS Infratest zufolge konnte Amazon Video die Zahl seiner regelmäßigen Nutzer im Jahresvergleich um rund 50 Prozent steigern, Netflix sogar um 150 Prozent.

Die Nutzer von Onlinevideotheken schauen deutlich weniger klassisches Fernsehen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das trifft vor allem auf Netflix-Nutzer zu, bei denen die Fernsehnutzung lediglich noch knapp ein Drittel der gesamten Bewegtbildnutzung ausmacht.

Den kompletten Digitalisierungsbericht 2016 gibt es hier zum Download.

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