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Neuer Sky-Chef hält am Hochpreismodell fest – mehr HDTV aber vorerst kein 3D

Von Werbe-Aktionen wie dem bis Ende August für 16,90 EUR im Monat freigeschalteten Sky-Komplett-Paket wird sich auch unter dem neuen Sky-Chef vorerst nichts am seit dem Start im letzten Sommer umstrittenen Sky-Preiskonzept ändern. Mit der Umbenennung von Premiere auf Sky wurde Kunden ein Basis-Paket für 16,90 EUR als Einstiegshürde aufgehalst ohne welches sich die dedizierten Sport- und Film-Pakete nicht buchen lassen. Für den Empfang von HDTV müssen zusätzlich bis zu 10 EUR pro Monat gezahlt werden. Die Anzahl der dann tatsächlich empfangbaren HDTV-Sender ist aber von Empfangsart und Premium-Paketauswahl abhängig. Ohne Premium-Film-Paket gibt es z.B. kein "Sky Cinema HD" und für den Empfang aller sieben HDTV-Kanäle sind mindestens 49,90 EUR im Monat fällig.

Sky Deutschland-Chef Brian Sullivan wies jetzt in einem FAZ-Interview Kritik am Einstiegspreis zurück und rechnete die Kosten mit einem Vergleich zum Kinobesuch einer ganzen Familie schön: "Der Einstiegspreis für Sky von 16,90 Euro im Monat ist umgerechnet billiger als eine Tasse Kaffee am Tag". Mit einem reinen HDTV-Paket dürfte daher auch unter der Regie von Sullivan vorerst nicht zu rechnen sein.

Auch beim Thema 3D zeigte sich Sullivan zugeknöpft: Zwar hatte Sky bereits kürzlich ein Fußball-Spiel vor ausgewähltem Publikum in 3D präsentiert, nach Sullivans Aussage aber bislang "null EUR" in 3D investiert. Stattdessen will man sich zunächst einmal damit begnügen, die Erfahrungen von Sky UK mit 3D zu beobachten. Immerhin sollen ja die neuen Sky HD-Receiver für den 3D-Empfang geeignet sein – das ist allerdings nichs Besonderes, weil das verwendete "Side by Side"-Verfahren mit praktisch jedem HDTV-Receiver genutzt werden kann.

Immerhin will Sky (wie bereits von Vorgänger Mark Williams geplant) im Sommer vier weitere HDTV-Kanäle starten. Und ab Mai sollen auch die ersten Sky+ HD-Receiver mit Aufnahmefunktion in den Handel kommen.

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