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Neuer MPEG-Video-Standard HEVC (H.265) soll 2013 kommen

Die Motion Pictures Expert Group (MPEG) hat den Entwurf für den neuen Video-Kompressions-Standard "High Efficiency Video Coding" (HEVC bzw. H.265 & MPEG-H Part 2) verabschiedet, der voraussichtlich ab 2013 zum Einsatz kommen soll. H.265 soll die erforderliche Bandbreite gegenüber dem heute gebräuchlichen H.264 bei gleichbleibender Qualität halbieren. Das ist vor allem für Anbieter von Video-Diensten interessant, die dadurch bares Geld sparen können. So wird auch der Einsatz von H.265 zunächst vor allem bei Online-Angeboten erwartet.

HEVC unterstützt Auflösungen bis 7680 x 4320 Pixeln und soll für UHDTV um die Technologie "Scalable Video Coding" erweitert werden, die durch eine Layer-Struktur die Möglichkeit bieten wird, einen Video-Stream anzubieten, der mehrere Auflösungen beinhaltet.

Zum Einsatz beim klassischen Fernsehen ist allerdings auch eine DVB-Standardisierung erforderlich und da die hier die Zyklen wesentlich länger sind und Rücksicht auf heutiges Equipment für eine längere Übergangszeit einen Simulcast mit den alten und neuen Video-Codecs erfordert, wird hier in der Gesamtheit zunächst keine Bandbreite gespart. Pay TV-Anbieter, die ohnehin ihren Kunden nur eigene Hardware anbieten, haben es da wesentlich leichter – aber bei einem Wechsel auf neue Geräte auch hohe Kosten, die vielfach aber ohnehin durch monatliche Receiver-Mieten mehr oder weniger vom Kunden refinanziert werden.

Endlich HDTV über die normale Antenne auch in Deutschland wäre natürlich auch eine Option. Leider tut man sich bei diesem Thema in Deutschland bereits mit DVB-T2 sehr schwer und die Begehrlichkeiten der Mobilfunkanbieter auf eine Umwidmung weiterer Teile des UHF-Frequenzspektrums sind nach der Einführung von LTE weiterhin vorhanden.

Für eine effiziente HEVC-Wiedergabe sind grundsätzlich neue Hardware-Decoder-Chips für Wiedergabegeräte und GPUs für Computer und Smartphones/Tablets erforderlich, die bislang noch nicht auf dem Markt erhältlich sind. Neben der reduzierten Bandbreite für Streams, die vor allem bei der Nutzung über Mobilfunknetze vorteilhaft ist, sorgt der optimierte Video-Codec auch für eine noch bessere Ausnutzung von Speichermedien wie Festplatten oder Flash-Speicher-Karten.

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