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Neue Zahlen zum deutschen Blu-ray Disc & DVD-Markt

Der Bundesverband audiovisuelle Medien (BVV) hat neue Zahlen zur Entwicklung des deutschen Videomarkts in den ersten neun Monaten vorgelegt. Bei den Blu-ray Discs gibt es weiterhin einen Anstieg im Umsatz während die DVD-Umsätze zurückgehen trotzdem aber immer noch dominieren. Im Detail sieht die Entwicklung des deutschen Videomarkts laut BVV derzeit wie folgt aus:

Hamburg, 28. November 2012 – Wie die aktuell vorliegenden Daten der GfK Panel Services Deutschland belegen, hat der deutsche Videomarkt aus dem Verkauf und Verleih von filmischen Inhalten in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit 1,062 Mrd. Euro nach 1,076 Mrd. Euro in 2011 das hohe Niveau des Vorjahres halten können. Während im Kaufmarkt mit 866 Mio. Euro jedoch ein leichter Rückgang in Höhe von -2% (nach 886 Mio. Euro in 2011) zu verzeichnen ist, konnte der Videoverleihmarkt von 190 Mio. Euro in 2011 um +4% auf 196 Mio. Euro in 2012 sogar leicht zulegen.
 
Die Analyse der Nürnberger Marktforscher bestätigt zudem, dass die Substitution der Formate in beiden Teilmärkten in vollem Gange ist. So führt der wachsende Blu-ray-Umsatz in Höhe von 206 Mio. Euro (nach 162 Mio. Euro in 2011) dazu, dass bereits etwa jeder vierte Euro (23,8%) mit dem Vertrieb der High-Definition-Formate verdient wird. Aus dem Verkauf digitaler Inhalte konnten nach 22 Mio. Euro in 2011 in diesem Jahr bereits 31 Mio. Euro generiert werden, was eine weitere Steigerung um 39% bedeutet. Der Umsatz aus dem Verkauf der herkömmlichen DVD ist dagegen von 701 Mio. Euro auf 628 Mio. Euro um -10% zurückgegangen.
 
Die Videokaufmarkt-Hitparade der ersten drei Quartale 2012 wird angeführt von der Vampir-Romanze „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 1“ vor der authentischen Tragikomödie „Ziemlich beste Freunde“ und dem zweiten Abenteuer des berühmten Detektivs „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ auf dem dritten Rang.
 
Auch der Verleihhandel hat von der stark ansteigenden Nachfrage nach Blu-rays sowie legalen Internetangeboten profitieren können. Zwar ist die Zahl der Verleihvorgänge von 74,5 Mio. im 3. Quartal 2011 auf aktuell 70,1 Mio. Transaktionen leicht gesunken. Doch dank des enormen Zuwachses der Online-Vermietvorgänge um +43% auf 10,1 Mio. Einheiten (Vorjahr: 7,1 Mio.) und der damit einhergehenden Umsatzzuwächse in Höhe von 63% von 23 Mio. Euro in 2011 auf nunmehr 38 Mio. Euro konnte der Vorjahresverleihumsatz übertroffen werden.
 
Mittlerweile erwirtschaften die Videoprogrammanbieter jeden fünften Euro (19,4%) mit Verleihvorgängen auf legalen Online-Plattformen (in 2011 noch 12,1%). Die Konsolidierung des Verleihmarktes geht außerdem auf die von 27 Mio. Euro (im 3. Quartal 2011) auf 34 Mio. Euro um +27% angewachsenen Einnahmen aus der Blu-ray-Vermietung zurück. Insgesamt hat es der stationäre Verleihmarkt jedoch relativ schwer. Mit 132 Mio. Euro Videothekenumsatz haben die Video-Outlets nur noch zwei Drittel (67,3%) des Verleihmarktumsatzes erwirtschaftet, der sich neben den VoD-Angeboten zudem noch aus dem Automatenverleih und der postalischen Versendung von Bildtonträgern zusammensetzt. Im Vorjahr generierten die Videotheken mit einem Umsatz in Höhe von 146 Mio. Euro immerhin noch etwas mehr als drei Viertel (76,8%) des Vermietmarktumsatzes.
 
Die Verleihcharts der ersten drei Quartale 2011 werden vom Genre-Mix „Cowboys und Aliens“ angeführt. Der erfolgreichste VoD-Titel ist der Science Fiction-Thriller „In Time – Deine Zeit läuft ab“.

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