News

Neue Verkaufszahlen zum deutschen Blu-ray Disc & DVD-Markt

Der "Bundesverband Audiovisuelle Medien" hat neue Zahlen zur Entwicklung des deutschen Homevideo-Markts veröffentlicht und vermeldet ein weiteres Wachstum beim Verkauf von Blu-ray Discs um 28 % im abgelaufenen Jahr 2012:

Pressemitteilung BVV

Hamburg, 14. Februar 2013 – Wie die aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland belegen, hat die deutsche Videobranche 2012 mit 1,710 Mrd. Euro Umsatz nach dem Rekordumsatz in Höhe von 1,747 Mrd. Euro aus dem Jahre 2004 das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des deutschen Home Entertainment-Marktes erwirtschaftet (1,704 Mrd. Euro in 2011). Die nach 1,427 Mrd. Euro in 2011 um -1% auf 1,411 Mrd. Euro leicht gesunkenen Umsätze aus dem Verkauf filmischer Inhalte konnten durch die auf 299 Mio. Euro um +8% angestiegenen Verleihumsätze (nach 276 Mio. Euro in 2011) mehr als kompensiert werden.
 
Innerhalb des Videokaufmarktes setzt sich die Verschiebung der Formate von der DVD hin zum High Definiton Standard „Blu-ray“ und dem Online-Abruf „Video on Demand“ (VoD) weiter fort. Während der DVD-Verkaufsumsatz um -9% auf 1,022 Mrd. Euro gesunken ist (nach 1,127 Mrd. Euro in 2011), verzeichnet sowohl das Blu-ray-Geschäft mit +28% auf 343 Mio. Euro (nach 268 Mio. Euro in 2011) als auch die VoD-Nutzung mit einem Anstieg von +43% auf 46 Mio. Euro (nach 33 Mio. Euro in 2011) ungebrochen starke Zuwächse.
 
Der deutliche Anstieg im VoD-Verkauf wird nur noch durch den Boom im VoD-Verleih übertroffen. Mit einem Plus von +71% stieg der VoD-Verleihumsatz in 2012 auf 77 Mio. Euro Umsatz (nach 45 Mio. Euro in 2011). Mit einem VoD-Gesamtumsatz in Höhe von 123 Mio. Euro konnte die 100 Mio. Euro-Schwelle somit deutlich übertroffen werden.
 
Der BVV-Vorstandsvorsitzende Dirk Lisowsky (Universal Pictures Germany GmbH) kommentiert diese Entwicklung mit den Worten: „Bei aller Begeisterung für das VoD-Wachstum sollte Industrie und Handel aber weiterhin bewusst sein, dass im vergangenen Jahr noch etwa 93% des gesamten Branchenumsatzes mit physischem Produkt (DVD und Blu-ray) erwirtschaftet wurde.“ BVV-Vorstandsmitglied Franz Woodtli (Constantin Film) ergänzt: „Die DVD ist im deutschen Home Entertainment Markt weiterhin das mit Abstand beliebteste Medium. Mit 1,022 Mrd. Euro Umsatz konnte allein mit dem DVD-Verkauf das letztjährige Kinoergebnis (1,027 Mrd. Euro) erzielt werden.“
 
Segmentiert man den Videoverleihmarkt nach Nutzungsarten, wird deutlich, dass neben dem prosperierenden VoD-Geschäft vor allem noch der Internetbestellservice mit anschließender postalischer Versendung für Wachstumsimpulse gesorgt hat (+35%  auf 31 Mio. Euro Umsatz nach 23 Mio. Euro in 2011). Die stationären Bezugswege wie die klassische Videothek und der Automatenverleih mussten im vergangenen Jahr dagegen erneut Umsatzeinbußen in Höhe von -8% auf 191 Mio. Euro Umsatz hinnehmen (nach 208 Mio. in 2011).
 
Der berührenden Komödie „Ziemlich beste Freunde“ gelang es im abgelaufenen Jahr, in allen Auswertungsformen des Home-Entertainment-Marktes den ersten Platz zu belegen.
 
Nach der Erfolgskomödie aus Frankreich wurden die Verkaufscharts physischer Bildtonträger von der Vampir-Romanze „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht 1“ auf dem zweiten Platz und dem Animationsspaß „Ice Age 4“ auf dem dritten Rang angeführt.
 
Auch im physischen Verleihmarkt haben „Ziemlich beste Freunde“ alle anderen Filme hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten haben die deutschen Videothekenkunden im vergangenen Jahr den Science Fiction Western „Cowboys & Aliens“ ausgeliehen, gefolgt von der Science Fiction Komödie „Men in Black 3“ an dritter Position.
 
Komplettiert wurde der Triumph von „Ziemlich beste Freunde“ letztlich durch den ersten Platz der VoD-Charts.

|
Weitere News
  ZURÜCK