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NDR: DVB-T2 HD mit allen ARD-Programmen in 1080p

DVB-T2-HD

© Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland

Laut Angaben des NDR sollen alle HDTV-Sender der ARD via DVB-T2 HD ab dem Frühjahr 2017 in 1080p-Auflösung verbreitet werden. Das hat der Norddeutsche Rundfunk zumindest für sein Sendegebiet in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen beschlossen. Als erste ARD-Anstalt hat der NDR auch offiziell bekannt gegeben, welche HDTV-Sender genau auf den beiden DVB-T2 HD-Multiplexen der ARD ausgestrahlt werden sollen:

  • Das Erste HD
  • arte HD
  • phoenix HD
  • tagesschau 24 HD
  • einsfestival HD
  • NDR Fernsehen HD
  • BR Fernsehen HD
  • mdr Fernsehen HD
  • WDR Fernsehen HD

Der NDR wird demnach nicht das komplette HDTV-Sender-Angebot der ARD in allen Regionen seines Sendegebiets flächendeckend anbieten. Es wird aber abhängig von der Region noch jeweils ein weiteres „Drittes Programm“ über den regional unterschiedlich zusammengesetzten Multiplex ausgestrahlt. Das sollen nach den derzeitigen Planungen die folgenden Sender sein:

  • Schleswig-Holstein/Hamburg: SWR Fernsehen HD
  • Niedersachsen: hr Fernsehen HD
  • Mecklenburg-Vorpommern: rbb Fernsehen HD

Ob die ARD bis 2017 auch in der Lage sein wird, ihre Programme ohne Upscaling in 1080p zu verbreiten, ist offen. „Das Erste HD“ wird im Einführungsangebot, welches bereits in einigen Regionen über DVB-T2 zu empfangen ist, voerst von 720p auf 1080p hochskaliert. Dieser Multiplex wird nicht von der ARD selbst sondern von Media Broadcast betrieben und umfasst zunächst die Programme Das Erste HD, ZDF HD, RTL HD, ProSieben HD, Sat.1 HD und VOX HD. Bis Ende Mai 2016 soll dieser Kanal in vielen Ballungsräumen empfangbar sein. Während die Öffentlich-Rechtlichen Sender mit einem Empfangsgerät mit DVB-T2-Tuner und H.265/HEVC-Receiver frei empfangen werden können, sind die Privatsender verschlüsselt.

Voraussetzung für den Empfang der Privatsender ist ein DVB-T2 HD-Receiver mit integriertem Irdeto-Verschlüsselungssystem für die „Freenet TV“-Plattform von Media Broadcast, über die das Angebot der Privatsender vermarktet wird. Alternativ soll für DVB-T2 HD-taugliche Fernseher Ende Mai auch ein CI+ Modul für „Freenet TV“ in den Handel kommen. Eine Smartcard wird nicht benötigt: Die Freischaltung des Bezahlangebots über die interne Nummer des Entschlüsselungsmoduls. 

Der Regelbetrieb des DVB-T2 HD Angebots soll im 1. Quartal 2017 in vielen Ballungsräumen starten. Dort werden dann rund 20 private Programme nach dem neuen DVB-T2-Standard mit HEVC-Kompression ausgestrahlt werden – überwiegend in HDTV.

Der Empfang der verschlüsselten „Freenet TV“-Programme wird nach einer dreimonatigen Gratisphase voraussichtlich einen Betrag im mittleren einstelligen EUR-Bereich kosten. Ein Abo ist nicht nötig. Die Vermarktung erfolgt als Prepaid-Angebot.

Das ZDF wird das frei empfangbare ARD-Angebot um die Programme ZDF HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD, 3sat HD und KiKA HD ergänzen.

DVB-T2 HD-Senderstandorte ab 31.05.2016 (Einführungsphase)

Senderstandort

Bundesland

Kanal

Sendeleistung

Bremerhaven-Schiffdorf

Niedersachsen

34

20 kW

Bremen

Bremen

34

50 kW

Hamburg Heinrich-Hertz-Turm

Hamburg

44

50 kW

Hamburg Höltigbaum

Hamburg

44

20 kW

Kiel

Schleswig-Holstein

52

20 kW

Lübeck

Schleswig-Holstein

44

20 kW

Stockelsdorf

Schleswig-Holstein

44

20 kW

Rostock

Mecklenburg-Vorpommern

55

40 kW

Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern

55

50 kW

Hannover

Niedersachsen

40

50 kW

Braunschweig

Niedersachsen

40

5 kW

Braunschweig Kraftwerk

Niedersachsen

40

5 kW

Magdeburg

Sachsen-Anhalt

45

50 kW

Berlin-Alexanderplatz

Berlin

42

50 kW

Berlin-Schäferberg

Berlin

42

50 kW

Jena

Thüringen

56

10 kW

Halle

Sachsen-Anhalt

26

50 kW

Leipzig

Sachsen

26

50 kW

Aachen

Nordrhein-Westfalen

43

32 kW

Bonn

Nordrhein-Westfalen

43

20 kW

Köln

Nordrhein-Westfalen

43

20 kW

Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen

43

50 kW

Essen

Nordrhein-Westfalen

43

50 kW

Langenberg

Nordrhein-Westfalen

43

50 kW

Wesel

Nordrhein-Westfalen

43

50 kW

Wuppertal

Nordrhein-Westfalen

43

20 kW

Dortmund

Nordrhein-Westfalen

43

50 kW

Großer Feldberg

Hessen

59

50 kW

Frankfurt/Main

Hessen

59

50 kW

Wiesbaden / Hohe Wurzel

Hessen

59

100 kW

Saarbrücken

Saarland

35

50 kW

Baden-Baden

Baden-Württemberg

35

50 kW

Stuttgart

Baden-Württemberg

28

50 kW

Nürnberg

Bayern

24

20 kW

München

Bayern

26

100 kW

Wendelstein

Bayern

26

100 kW

 

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