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Mehrheit will nicht für private HDTV-Sender bezahlen

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Bereits seit einigen Jahren versuchen die privaten TV-Sender, die Zuschauer davon zu überzeugen, für den Empfang ihrer HDTV-Programme extra zu bezahlen. Obwohl die großen Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 mit Werbespots profitabel arbeiten, sollen die Zuschauer für den Empfang der HDTV-Programme noch einmal extra bezahlen. Das soll in Zukunft auch beim Empfang via Antenne Praxis werden, wenn am 29.03.2017 DVB-T2 HD startet und die privaten HD-Sender nur gegen Bezahlung von monatlich 5,75 EUR empfangbar sein werden. Doch die Bereitschaft der TV-Zuschauer, für die HDTV-Programme zu bezahlen ist gering, wie jetzt eine Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag des Versenders Reichelt Elektronik ergeben hat: Anfang Februar wurden 1005 Bundesbürger befragt, wie sie ihr TV-Signal empfangen und ob sie für HD-TV zusätzlich zahlen würden.

75 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass ihnen die Standardauflösung reicht und sie einen Zusatzbeitrag für HD-TV ablehnen. Nicht einmal jeder Vierte (23 %) ist demnach bereit, für HDTV-Sender extra zu zahlen. Während via Satellit und Kabel vorerst noch die SD-Versionen der Privatsender verbreitet werden, sollen diese beim Wechsel auf DVB-T2 HD verschwinden. Das hängt damit zusammen, dass zukünftig zugunsten des Mobilfunks weniger Frequenzen für den TV-Empfang zur Verfügung stehen.

Schon in den nächsten Monaten dürfte sich daher zeigen, ob die betroffenen TV-Zuschauer auch weiterhin mehrheitlich auf private HDTV-Sender verzichten, wenn nur noch diese zu empfangen sind oder unter diesen Bedingungen doch bereit sind, für das "Pay TV light" zu zahlen. Der Anteil der TV-Haushalte, die ihre Fernsehsender via Antenne empfangen, ist allerdings ohnehin recht gering:

Nach ihrer TV-Empfangsart befragt, nannten bei der Umfrage gerade einmal vier Prozent DVB-T. 42 Prozent der Befragten nutzen Sat-TV, 37 Prozent einen Kabelanschluss. Auch zu den neuen Online-Angeboten wurden die Zuschauer gefragt: Fünf Prozent nutzen demnach ausschließlich Netflix, Amazon Video und andere Streaming-Dienste. Zwei Prozent empfangen ihr TV-Programm als Stream über das Internet und zwei Prozent haben gar keinen Fernseher.

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