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Kritik am „Amazon Prime Day“ von Verbraucherschützern

Amazon Prime Day 2016

Der Amazon Prime Day stößt auch in diesem Jahr wieder auf Kritik von deutschen Verbraucherschützern. So hält die Verbraucherzentrale NRW viele der vermeintlichen Schnäppchen für Amazon Prime-Abonnenten für aufgeblassen:

„Amazon vergleicht seine angeblichen Hammerpreise oft mit den unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller. Diese als Mondpreis verrufene Orientierung nutzen Händler meist nur, um sie gleich wieder durchzustreichen und durch billigere Preise zu ersetzen“. Stichproben in der Vergangenheit hätten auch gezeigt, dass die ausgerufenen Amazon-Rabatte von rund 50 Prozent schnell auf unter 20 Prozent fallen würden, wenn man statt der UVP die üblichen Preise als Vergleich heranzöge.

Ausserdem haben die Verbraucherschützer den Eindruck, dass die Preis-Aktion eher dem Abverkauf von Ladenhütern als zum Aufruf begehrter Shopping-Hits passen würde. So gebe es immer wieder mal bei technischen Geräten ein kleiner Hinweis: „Für diesen Artikel ist ein neueres Modell vorhanden.“

Insbesondere den Vorwurf der fehlenden Preistransparenz hatte Amazon bereits im Vorfeld des aktuellen Prime Day zu entkräften versucht. So wird zwar für die prozentuale Ersparnis in der Tat die unverbindliche Preisempfehlung als Basis herangezogen. Darüber hinaus gibt Amazon aber zusätzlich noch den regulären Amazon-Preis an und neben den Amazon-Angeboten werden auch die Preise anderer Marketplace-Händler angezeigt, so dass selbst ohne Inanspruchnahme eines externen Preisvergleichs der Käufer auch auf der Amazon-Seite recht einfach erkennen kann, wie viel günstiger als die typischen Marktpreise die Amazon Prime Day-Angebote wirklich sind.

Der Amazon Prime Day läuft noch bis Dienstagabend.

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