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Kino-Kritik: „The World's End“ – Brillante Komödie mit düsterem Showdown

Fünf Jugendfreunde, die sich vor langer Zeit aus den Augen verloren haben, wollen endlich die vor 20 Jahren gestartete und damals im Desaster gescheiterte Sauftour vollenden. Gary King (Simon Pegg) holt dafür seine Kumpel zurück in ihren Heimatort Newton Haven, der sich im Unterschied zu Gary selbst allerdings entschieden verändert hat: Ausserirdische Invasoren haben die Bewohner nach und nach durch Roboterwesen ersetzt, die nur auf den ersten Blick wie Menschen aussehen. Der lange Weg zum „World’s End“, dem letzten Pub der Tour, wird somit nicht zur Herausforderung angesichts des steigenden Alkoholpegels sondern auch ein Kampf um das Schicksal der Menschheit….

„The World’s End“ ist der dritte Teil von Edgar Wrights „Cornetto“-Trilogie, die 2004 mit „Shaun of the Dead“ begann und dann 2007 mit „Hot Fuzz“ fortgesetzt wurde. Das ausgeklügelte Drehbuch schrieb Wright wieder zusammen mit Simon Pegg, der sich diesmal nicht alleine auf Nick Frost als Buddy verlässt sondern gleich eine ganze Truppe um sich schart, von der Martin Freeman das bekannteste Gesicht sein dürfte. Weiterhin sind auch noch Rosamund Pike und Pierce Brosnan in kleineren Rollen zu sehen – ebenso wie ein ziemlich übertriebenes Product Placement von zahlreichen Opel Amperas.

Für 90 Minuten ist „The World’s End“ eine rasante Komödie, die von der ersten Sekunde an mit hoher Gagfolge die Erwartungen der Fans mehr als erfüllt. Vor allem Gary, für den die Zeit wirklich 20 Jahre stillgestanden zu sein scheint, liefert mit seiner verschrobenen Art Anlass für viele Lacher. Obwohl er ein ziemliches Ekel ist und eigentlich nichts so richtig auf die Reihe bekommt, ist er in seinem Elan, trotz aller Hindernisse wirklich in jedem der 12 Pubs ein Bier zu trinken, nicht zu bremsen. Der Film bietet auch einige brillant inszenierte Action-Szenen. Da die Roboter nicht sonderlich robust gebaut sind, sorgen die Fights immer wieder für amüsante Momente.

Zum Ende wird der Film hingegen deutlich ernster und das gigantische Finale wirkt für eine solch kleine, freche Komödie schon eine Spur zu hoch gegriffen. Wenigstens lässt Wright die letzen Szenen von „The World’s End“ dann doch wieder mit einigen Gags ausklingen.

Auch wenn der Film in den letzten 20 Minuten etwas von seinem Witz und Tempo verliert, so ist „The World’s End“ dennoch eine der besten Komödien des Jahres geworden und übertrifft die beiden vorherigen „Cornetto“-Filme noch einmal. Dass „The World’s End“ sich bei „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ thematisch ganz deutlich bedient, kann man dabei durchaus verzeihen, weil der Film aus diesen Elementen trotzdem ganz neue Gags entstehen lässt.

„The World’s End“ läuft seit dem 12.09.2013 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich im Januar/Februar 2014 auf Blu-ray Disc und DVD.

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