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Kino-Kritik: „Star Trek Into Darkness“

"Star Trek Into Darkness" ist der zweite "Star Trek"-Film unter der Regie von J.J. Abrams und der erste "Star Trek"-Film in 3D: Captain Kirk wird das Kommando der "Enterprise" entzogen, nachdem er Spock bei einem Einsatz auf einem von Außerirdischen bewohnten Planeten das Leben nur unter Verletzung der obersten Direktive, die Beeinträchtigungen der Entwicklung anderer Zvilisationen verbietet, retten konnte. Nach mehreren Terroranschlägen erhält Kirk das Kommando zurück und wird beauftragt, den Drahtzieher der Anschläge, John Harrison, der sich auf dem Klingonen-Heimatplaneten Kronos abgesetzt hat, zu verfolgen und mit Torpedos auszuschalten. Doch die Enterprise-Crew entwickelt einen anderen Plan und will Harrison festnehmen und vor Gericht zu stellen…

"Star Trek Into Darkness" ist ein mit hohem Tempo inszenierter Nonstop-Action-Film, der auch gänzlich ohne jegliches Vorwissen von "Star Trek" funktioniert und gerade deswegen gute Chancen haben dürfte, zu einem der großen Kino-Hits des Jahres 2013 für alle Altersgruppen zu werden. Gleichzeitig bietet auch der zweite Star Trek-"Reboot" von J.J. Abrams eine Menge witzelnder aber auch immer wieder ernsthafter Dialoge über die rechte Moral zwischen Kirk, Spock & Co, die für die Fans der Serien und Filme bestimmt sind. Die rasante und oft auch überdrehte Action hilft auch ein wenig dabei, über die gerade anfangs nur mäßig spannend erscheinende Story hinwegzusehen, die erst in der zweiten Hälfte des Films auch einige Überraschungsmomente und Wendungen bietet. Fanboy-Punkte dürfte "Star Trek Into Darkness" vor allem durch die Verknüpfung der Handlung mit früheren Filmen sammeln – auch wenn man es weniger schmeichelhaft so sehen könnte, dass teilweise eine bereits bekannte Geschichte in neuer Form und mit anderen Darstellern erzählt wird. Leider bietet "Star Trek Into Darkness" eigentlich auch nur ganz am Anfang eine längere Adventure-Szene, die dem klassischen "To boldly go where no man has gone before"-Anspruch gerecht wird.

"Star Trek Into Darkness" wurde in 2D gedreht und erst nachträglich ins 3D-Format konvertiert. Bis auf die Eröffnungssequenz zeigt das Bild verhältnismäßig wenig Tiefe was aber auch daran liegt, dass sich der Großteil der Handlung im unmittelbaren Vordergrund abspielt und viele Aufnahmen so nah wirken, dass das breite Cinemascope-Format nicht optimal ausgenutzt wird sondern eher die Bildhöhe zu beschneiden scheint. Möglicherweise ist das auch darauf zurück zu führen, dass einige Szenen im höheren IMAX-Format gedreht wurden.

Gerade am Anfang bietet der Film aber einige kleine, feine 3D-Effekte, die auch den Vordergrund dezent in Anspruch nehmen und sogar leicht aus dem Bild herausragen. Und so nutzt Abrams, der ursprünglich noch dagegen war, seinen zweiten Star Trek-Film überhaupt in 3D zu produzieren, die Technik auch nicht zuletzt dafür, um die für ihn charakteristischen Lens Flare-Effekte in 3D besonders deutlich in Szene zu setzen.

"Star Trek Into Darkness" läuft seit dem 09.05.2013 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich im Herbst auf Blu-ray Disc und DVD.

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