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Kino-Kritik: „Looper“ – mit Bruce Willis und Joseph Gordon-Levitt auf einer Reise durch die Zeit

"Looper", das sind in der ziemlich heruntergekommenen Welt des Jahres 2044 bezahlte Killer mit einem gewöhnlicherweise ganz einfachem Auftrag: Sie liquidieren Personen, die ihnen aus der Zukunft geschickt werden. Auf diesem Wege erledigt die Mafia ihre Opfer und beseitigt gleichzeitig die Spuren. Da die Opfer mit einem Sack auf dem Kopf maskiert aus der Zukunft eintreffen, bemerkt der Looper erst nach vollendetem Job, wen er genau erledigt hat. Die "Looper" werden inflations- und währungssicher mit Barren aus Edelmetall bezahlt, die dem Opfer auf den Rücken gebunden werden. Der Job hat allerdings auch einen kleinen Haken: Zeitreisen eigentlich sind streng verboten und um wirklich sämtliche Spuren zu verwischen, wird irgendwann "der Loop geschlossen": Dann schickt die Mafia den Looper selbst in die Vergangenheit. Der jüngere Looper erhält dann die Aufgabe, sein älteres Ich persönlich zu liquidieren.

In dieser Situation steckt auch Joe (Joseph Gordon-Levitt), der für seine Aufträge nur eine Uhrzeit genannt bekommt, dann zu einem Feld fährt und zur genauen Zeit seine Opfer erledigt, sobald dieses vor ihm erscheinen. Doch als sein 30 Jahre älteres Ich (Bruce Willis) plötzlich vor Joe ohne die übliche Maske auftaucht und ihm ins Gesicht blickt, zögert er einen Moment und wird von diesem überwältigt. Der Joe aus der Zukunft kann entkommen. Damit ist Joe als Looper erledigt, denn sein Boss macht ab sofort erbarmungslos Jagd auf ihn. Und um seine Haut noch irgendwie zu retten, muss Joe auch unbedingt sein älteres Ich wiederfinden…

"Looper" ist der dritte Spielfilm des Regisseurs Rian Johnson, der bereits sein Kino-Debüt "Brick" zusammen mit Joseph Gordon-Levitt drehte. Dieser ist in "Loopers" erst auf den zweiten Blick genau identifizierbar, da seine Gesichtszüge etwas verfremdet wurden, damit der Zuschauer auch glaubhaft davon überzeugt wird, dass Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis ein und die selbe Person darstellen sollen. Das Thema "Zeitreise" wird zwar in "Loopers" nicht neu erfunden, aber aus einer interessanten neuen Perspektive erzählt. Die beiden Hauptdarsteller wecken Erinnerungen an "12 Monkeys" und "Inception". Ganz so rätselhaft geht es hier aber nicht zu: "Loopers" ist recht einfach verständlich und bietet eine schlüssige Handlung, die am Ende so gut wie keine Fragen offen lässt. Kopflastigkeit kann man dem Film keineswegs vorwerfen, denn auch in den vielen Action-Szenen geht es richtig zur Sache. Dabei treten die beiden Hauptdarsteller vergleichsweise selten zusammen auf. Beide Figuren gehen über weite Strecken ihren eigenen Weg. Auch wenn der Zuschauer in der zweiten Hälfte des Films schnell ahnt, worum es sich im Kern dreht, gelingt es Rian Johnson trotzdem, nie zuviel zu verraten und sämtliche Fäden erst ganz am Schluss zu einem plausiblen Finale zusammenzuführen. Allerdings wirkt der Film doch ein klein wenig in die Länge gezogen und lässt stellenweise etwas Spannung vermissen. Manchem Zuschauer, dem die hektische Inszenierung vieler Hollywood-Blockbuster auf die Nerven geht, dürfte aber gerade die recht entspannte Inszenierung mit vielen längeren Kameraeinstellungen ohne allzu schnelle Schnitte zusagen.

"Looper" läuft seit dem 3. Oktober 2012 in den deutschen Kinos und wird laut Angaben von amazon.de voraussichtlich am 21.02.2013 von Concorde auf Blu-ray Disc und DVD veröffentlicht.

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