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Kabel Deutschland reduziert Bandbreite für ARD & ZDF

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland reduziert ab morgen die Bandbreite für das Angebot von ARD & ZDF in seinen Netzen. Das Unternehmen reagiert damit auf die angekündigte Einstellung der Zahlungen von ARD und ZDF für die Signalverbreitung im Kabel zum Jahresanfang 2013.

Laut eigenen Angaben wird Kabel Deutschland ab dem 8. Januar 2013 die Bandbreite für die digitale Übertragung der öffentlich-rechtlichen Programme an ihren "Plattformstandard" angleichen, mit dem auch alle anderen Sender im Kabelnetz übertragen werden. Konkret bedeutet dies, dass die Datenrate sowohl der HDTV- als auch SD-Sender reduziert wird. Darüber hinaus werden die regionalen Versionen der "Dritten Programme" reduziert. Die Dritten Programme werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben (Must Carry) auch weiterhin in einer Regionalvariante auch überregional digital verbreitet. Jedes digitale Dritte Programm wird aber nur in einer regionalen Variante pro Kabelnetz eingespeist werden. Entsprechend wird beispielsweise in Sachsen ausschließlich MDR Sachsen verbreitet und nicht mehr zusätzlich MDR Sachsen-Anhalt und MDR Thüringen.

„Alle öffentlich-rechtlichen Programme werden weiter übertragen. Es entfallen lediglich Zusatzleistungen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen“, erläutert Dr. Manuel Cubero, Mitglied des Vorstands der Kabel Deutschland Holding AG, dazu. Kabel Deutschland hält an der Auffassung fest, dass die Sender Entgelte für die Einspeisung ins Kabel zu zahlen hätten. Cubero hofft "nach wie vor auf die Bereitschaft der Öffentlich-Rechtlichen, eine rasche Einigung mit uns zu erzielen“.

Ob die Datenreduktion zu sichtbaren Verschlechterungen der Bildqualität führen wird, muss sich noch zeigen. In diesem Fall könnte der Schuss für Kabel Deutschland durchaus noch hinten gehen und – sofern möglich – ein verstärkter Wechsel auf andere Empfangswege wie Satellit oder IPTV die Folge sein.

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