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James Cameron will kein Kino mehr in 24p

Seit Jahrzehnten werden Kinofilme mit 24 Bildern pro Sekunde gedreht. Weder die Einführung des Farbfilms noch der jüngst eingesetzte 3D-Boom in den Kinos hat daran etwas geändert. Geht es nach "Avatar"-Regisseur James Cameron, so sollte sich aber doch zumindest in der Zukunft etwas an der Bildwiederholungsrate ändern, mit der Filme aufgenommen und wiedergegeben werden.

Gegenüber "Variety" erklärte Cameron, dass die vor langer Zeit getroffene Festlegung der Filmindustrie auf 24 Bilder pro Sekunde (24p) ein Fehler gewesen sei und es eigentlich mindestens 36 Bilder pro Sekunde hätten sein müssen. Deswegen wollte Cameron eigentlich "Avatar" bereits in 48p drehen, um für flüssigere Bewegungsabläufe zu sorgen. Mit dieser Idee stieß Cameron allerdings auf wenig Verständnis zumal auch die Kosten für die Produktion deutlich höher ausgefallen wären.

Cameron prognostiziert nichtsdestotrotz, dass wie bereits in der Vergangenheit der technologische Fortschritt in der Fernsehtechnik langfristig auch für das Kino nicht ohne Folgen bleiben dürfte. Denn moderne Fernseher sind schon lange in der Lange, deutlich mehr als 50 Hz, 60 Hz oder 100 Hz darzustellen. 200 Hz, 480 Hz und sogar 600 Hz-TVs sind bereits Realität. Und Kinofilme dürften nicht schlechter aussehen als das, was man zuhause sieht, so Cameron.

Auch wenn Cameron Einfluss in Hollywood hat – schließlich hat er mit "Titanic" und "Avatar" die beiden größten Umsatzbringer der Filmgeschichte produziert – so steht ein Umstieg auf 48p oder noch höhere Bildwiederholungsraten vor vielen Hürden. Denn ohne dass auch die gesamte Produktions- und Wiedergabekette für das Kino und zuhause in der Lage ist, diese Signale zu verarbeiten (und nicht nur intern hochzurechnen), lässt sich solch ein Vorhaben nicht umsetzen. Außerdem hat sich der Zuschauer auch an 24p im Laufe der Jahre gewöhnt und nimmt diese Bildwiedergabe im Unterschied zu den oft aallglatt wirkenden Bildern von TV-Produktionen als sehr angenehm und ruhig wahr.

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