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„in2movies“ Video-Download-Service von Warner und arvato wird im Juni eingestellt (Update)

Die von Warner und arvato 2006 gegründete Video-Download-Plattform „in2movies“ wird im Juni aufgrund wenig kommerziellen Erfolgs eingestellt. Kunden des Dienstes erhalten derzeit eine kurze E-Mail mit dem Wortlaut:

„Leider werden wir den Betrieb der Download-Plattform am 11.06.2008 einstellen. Deswegen müssen wir das Kundenverhältnis mit Ihnen zu diesem Datum kündigen.“ Informationen darüber, was mit den Lizenzen für die erworbenen Filme passiert und wie diese bei einem Rechner-Wechsel erneuert werden können, nennt der Anbieter nicht auf seiner Website. Neuanmeldungen sind bereits seit heute nicht mehr möglich.

Der Plattformentwickler arvato teilte auf Anfrage mit, dass bis zum 11.06.2008 (14 Tage ab Kündigung der Endkunden) ein Herunterladen der Dateien nach wie vor möglich ist. Danach wird der Dienst komplett eingestellt. Lizenzrecovery und Nachladen der Dateien sind später nicht mehr möglich. Ob es eine Kulanzregelung von Warner für betroffene Kunden geben wird, ist nicht bekannt.

Im Unterschied zu vielen anderen Download-Diensten, die ausschließlich ein kurzes Mietfenster anbieten, hatte „in2movies“ besonders sein „Download to Own“-Modell ohne zeitlich beschränkte Lizenz hervorgehoben welches zusätzlich zum Miet-Service angeboten wurde. Auch die Windows Media-Filme aus dem in2movies-Kauf-Angebot sind mit einem DRM-System versehen, welches das Abspielen der Filme auf maximal drei Geräte beschränkt. Wurde für einen Film ein neues Gerät eingesetzt, erhielt man bislang über die in2movies-Plattform kostenlos die erforderliche Lizenz. Ausserdem bot in2movies seinen Kunden auch die Möglichkeit, die Filme erneut über das P2P-Netzwerk herunterzuladen. Das Erstellen einer Kopie, die sich auch auf einem DVD-Player abspielen lässt, war allerdings nicht möglich.

Zwar bleiben nach der Einstellung des Dienstes die über „in2Movies“ gekauften Filme weiterhin im Eigentum des Kunden, doch dieser bleibt in der Nutzung auf seine bisherigen PCs beschränkt, da das DRM-System in den Download-Dateien auch nach der Einstellung des Dienstes ein Abspielen auf beliebigen Rechnern verhindert.

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