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IFA: Erste Ultra HD/4k-Blu-ray Discs sollen 2015 kommen

Die Blu-ray Disc Association (BDA) hat im Rahmen der IFA angekündigt, dass 2015 erste Blu-ray Discs mit Ultra HD/4k-Auflösung auf den Markt kommen sollen.

Laut Victor Matsuda, Vorsitzender des „Global promotions committee“ der BDA, soll die Lizensierung im Frühjahr/Sommer 2015 beginnen, so dass bis Weihnachten 2015 erste 4k Blu-ray Disc-Player auf den Markt kommen könnten. Sofern dieser Zeitplan eingehalten werden kann, dürfte 4k Blu-ray eines der interessantesten Themen der IFA 2015 werden.

Bei der 4k Blu-ray Disc wird es neben der höheren Auflösung (3840 x 2160 Pixel) voraussichtlich auch einen größeren Fabraum (BT.2020), mehr Bilddynamik (HDR) und eine Unterstützung für 4k-Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde (HFR) geben. Ausserdem soll die Farbtiefe von 8 auf 10 Bit erhöht werden. Dadurch werden bereits einige Optimierungen der sogenannten „UHD-1 Phase 2“ in den kommenden Ultra HD-Blu-ray Disc-Standard integriert, an denen in verschiedenen Industriegremien bereits seit einiger Zeit gearbeitet wird. Somit wird die neue Blu-ray Disc-Generation nicht nur mehr Schärfe, sondern ein noch plastischeres und farbintensiveres Bild als heutige Blu-ray Disc bieten. Dies wird u.a. auch durch die Verbesserungen der digitalen Kino-Kamera-Technik in den letzten Jahren möglich.

Laut Ron Martin von Panasonics Hollywood Lab, der an der Entwicklung der 4k Blu-ray Disc beteiligt ist, werden als Datenträger zunächst weiterhin 50 GB Blu-ray Discs eingesetzt werden. Dadruch wird es wahrscheinlich sogar möglich sein, die neuen Scheiben auf den vorhandenen Replikationsanlagen herzustellen. Es wird aber bereits an Blu-ray Discs mit mehr Kapazität von 66 oder 100 GB gearbeitet.

Statt H.264 kommt bei der 4k Blu-ray Disc als Video-Codec H.265/HEVC mit typischen Video-Bitraten um die 50-60 Mbps zum Einsatz. Durch die größere Bandbreite wird die 4k Blu-ray Disc den derzeit angedachten Streaming-Angeboten überlegen sein, was insbesondere auf größeren Bildschirmen zu sehen sein dürfte. Ausserdem soll nach den Vorstellungen der Hollywood-Studios auch der Kopierschutz überarbeitet werden.

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