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HDTV: Verbraucherzentrale NRW kritisiert HD+

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kritisiert die für den Herbst geplante Satellitenplattform „HD+“, auf der RTL HD und VOX HD starten sollen, wegen der neuen CI-Plus-Schnittstelle. In einer Mitteilung heißt es:

„Mit der CI-Plus-Technik können die TV-Sender den heimischen Umgang mit ihren Sendungen besser kontrollieren. Das kann den Zuschauern im Vergleich zum derzeitigen CI-System erhebliche Verschlechterungen bescheren. Denn mit CI+ bietet sich die Möglichkeit, beispielsweise wesentliche Funktionen eines modernen Festplattenrecorders beliebig zu sperren: So könnten die TV-Sender etwa festlegen, dass

· eine Sendung überhaupt nicht aufgezeichnet werden kann („no copy“),
· ein aufgenommener Spielfilm nach fünf Tagen automatisch gelöscht wird,
· Werbeblöcke nicht schnell „vorgespult“ werden können („ad-skipping“),
· eine zeitlich versetzte Wiedergabe („timeshift“) unmöglich gemacht wird.“

„Das Vorhaben von RTL und Vox, die Plattform HD+ der ASTRA Tochter APS zu nutzen und dabei auf die CI-Plus-Schnittstelle zu setzen, macht eine spezielle neue Receivergeneration erforderlich, die von APS lizenziert ist. Diese Geräte sind aber zurzeit noch gar nicht erhältlich und sollen erst im Herbst in den Handel kommen.“, kritisiert die Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherzentrale NRW lehnt die HD-Planung der werbefinanzierten Privatsender und von APS/ASTRA wegen der Zuschauer-unfreundlichen Eigenschaften von CI+ ab. „Die Einführung dieser neuen Schnittstellentechnik steht für eine Entwicklung, die an den Interessen des Verbrauchers vorbei geht“, kritisiert Rolf Dahlmann von der Verbraucherzentrale NRW.

Rolf Dahlmann empfiehlt deshalb, „die allgegenwärtige Werbung von Industrie, Handel und Sendern für HDTV zu überhören und den Kauf eines neuen HD-Sat-Receivers vorerst zurück zu stellen“.

 

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