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HDTV über Antenne kann kommen: Regierung gibt DVB-T-Frequenzen frei

Die Bundesregierung hat heute die Verordnung zur Freigabe der derzeit für DVB-T in SD-Auflösung genutzten UHF-Frequenzen im 700 MHz-Band beschlossen. Dadurch sollen zukünftig die Frequenzen im Bereich von 694-790 MHz für Internetdienste genutzt werden. Die entsprechende Versteigerung ist für das erste Halbjahr 2015 geplant.

Nachdem bereits das 800 MHz-Band im Rahmen der LTE-Versteigerung aufgegeben wurde, stehen somit zwar für das digitale Fernsehen insgesamt weniger Frequenzen zur Verfügung.

Dank DVB-T2 und HEVC/H.265 wird sich das Programmangebot aber dennoch steigern und zukünftig zusätzlich eine bessere technische Qualität inklusive HDTV geboten. DVB-T mit MPEG2-Kompression stand von Anfang an unter dem Malus der niedrigen Datenraten, die eine brauchbare Bildqualität nur auf kleinen Bildschirmen bot.

Der Wechsel des Sendebetriebs von DVB-T auf DVB-T2 soll in der ersten Jahreshälfte 2016 zunächst in den Ballungsräumen beginnen und im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Die Privatsender werden über die Media Broadcast-Plattform drei Kanäle zur Verfügung gestellt bekommen. Die Verbreitung der Programme soll mit einer Datenrate von mindestens 22 Mbit/s in jedem Multiplex-Kanal für zunächst 10 Jahre erfolgen. ARD und ZDF werden voraussichtlich weiterhin drei eigene Kanäle für die DVB-T2-Nutzung zur Verfügung haben.

Voraussichtlich werden die Privatsender durch den Umstieg auf DVB-T2 auch in weiteren Regionen ausserhalb der Großstädte zu empfangen sein, die bislang via DVB-T nur mit den öffentlich-rechtlichen Sendern versorgt werden.

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