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GfU: Industrie will erste CI Plus-Produkte ab 2009 anbieten

Laut einer Mitteilung der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GfU) sollen erste TV-Empfänger mit integrierter CI Plus-Schnittstelle Anfang 2009 in den Handel kommen. Bereits 20 Unternehmen aus den Reihen der Gerätehersteller, der Kabelnetzbetreiber, der Anbieter von Verschlüsselungs-Verfahren und Entschlüsselungs-Modulen sollen bereits an Konsultationen zur Markteinführung von CI Plus teilgenommen haben. Laut gfU sollen die ersten CI Plus-Module auf der IFA vorgestellt werden und ab Ende 2008 im Handel erhältlich sein.

Unter anderem will auch der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland zukünftig seinen Kunden die Nutzung von Receivern mit CI Plus erlauben. Hinter der Entwicklung von CI Plus steht das Unternehmen SmarDTV, welches zur Kudelski-Group gehört, die gerade mit Kabel Deutschland den Vertrag zur Verschlüsselung mit Nagravision verlängert hat. Als Unterstützer listet SmarDTV auf seiner Website die Firmen Panasonic, Philips, Samsung, Sony und Neotion auf.

Seit Jahren gibt es bereits die CI-Schnittstelle, die den Betrieb von beliebigen Verschlüsselungsmodulen sowie die von der GfU und den Geräteherstellern gewünschte freie Verwendung von Digital-Receivern ermöglicht und sogar von der EU für Fernseher mit integriertem Digital-Empfänger vorgeschrieben wird. Die auffälligsten Änderungen von CI Plus betreffen vor allem den Kopierschutz. Über die CI Plus-Schnittstelle soll bestimmt werden können, ob eine Aufzeichnung vorgenommen werden darf oder nicht. Ebenso sind zeitliche Beschränkungen zum Abspielen einer Aufnahme möglich. Auch im normalen Live-Betrieb soll CI Plus sicherstellen, dass das Signal nur geschützt vom Modul zu den AV-Ausgängen des Receivers weitergeleitet wird.

Mit diesen Argumenten, die in erster Linie die Wünsche der Content-Anbieter wiederspiegeln, dürfte es allerdings schwer sein, Verbrauchern überzeugende Argumente liefern zu können. Bisherige Receiver mit normaler CI-Schnittstelle werden sich mit den neuen CI Plus-Modulen nämlich nicht nutzen lassen. Kabel-Kunden werden aber im Zweifelsfall keine andere Wahl haben, wenn der Netzbetreiber keine andere Möglichkeit zum Empfang bietet, zumal Kabel Deutschland nicht nur „Pay TV“ sondern auch das „Free TV“-Angebot der Privatsender verschlüsselt.

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