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Gescheiterter „DIVX“-Video-Service steht zum Verkauf

Die Patente des 1998 in den USA gestarteten Video-Verleih-Service "DIVX" stehen zum Verkauf. Zwar wurde DIVX bereits 1999 wieder eingestellt, einige Technologien, die bereits damals zum Einsatz kamen, sollen sich aber prinzipiell auch für heutige Video on Demand-Angebote nutzen lassen.

DIVX wurde von der später in die Insolvenz gegangenen Handelskette Circuit City sowie der Rechtsanwaltskanzlei Ziffren, Brittenham, Branca and Fischer entwickelt und war als Verleih-System für DVDs konzipiert, bei dem speziell verschlüsselte Discs verwendet wurden, die zum Preis von wenigen Dollar zunächst innerhalb von 48 Stunden betrachtet werden konnten und für die jedes weitere Abspielen nur gegen erneute Bezahlung möglich sein sollte.

Kontrovers war DIVX vor allem wegen der schlechten Qualität – Filme gab es überwiegend nur im Pan und Scan-Format – und der Bedrohung des sich gerade erst entwickelnden DVD-Verkaufsmarktes. Für einige Hollywood-Studios war DIVX nämlich anfangs u.a. wegen der noch stärkeren Verschlüsselung durchaus eine Alternative zur DVD. Nach dem Start zeichnete sich aber bereits schnell ab, dass das mäßige Interesse der Kundschaft nicht für einen Erfolg ausreichen sollte. DIVX ist heutzutage vor allem wegen dem Video-Codec DivX ein Begriff, für den DIVX als Namensgeber gilt.

Die DIVX-Patente sollen jetzt im Rahmen einer Auktion zu einem Startpreis von 750.000 US-Dollar angeboten werden. Sollte sich kein Käufer finden, so gehen die Rechte zum Startpreis an die Firma Imaging Transfer Co. über.

 

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