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Freies Digital-TV im Kabel gefordert

Nachdem die Verschlüsselungspläne von RTL und ProSiebenSat.1 im Zusammenhang mit der Satellitenplattform HD+ bereits seit Wochen vielfach kritisiert wurden, wird jetzt auch die seit langem übliche Praxis der Kabelnetzbetreiber, selbst das bereits via Satellit und DVB-T frei empfangbare Digital-TV-Angebot der Privat-Sender in PAL nur verschlüsselt anzubieten, erneut kritisiert.

So fordert der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen jetzt, dass die Privatsender ihre Programme auch im digitalen Kabel unverschlüsselt anbieten sollen. Eine Verschlüsselung der Signale und damit eine zusätzliche Smart Card zur Entschlüsselung sei nur für Pay-TV-Programme notwendig und akzeptabel, erklärte Lutz Freitag, Präsident des GdW während der IFA in Berlin und sieht dies auch als Grund dafür, dass die Akzeptanz digitaler Programme derzeit im Kabel langsamer als ursprünglich ursprünglich erwartet vorangehe. Freitag kündigte an, in den nächsten Tagen Kontakt mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband sowie dem Deutschen Mieterbund aufzunehmen, um gemeinsam für eine verbraucherfreundliche Umstiegsregelung bei Politik und Sendern massiv einzutreten.

Ganz unschuldig ist die Immobilienwirtschaft an der Situation allerdings auch nicht, da sie oft keine Alternativen zum Kabel-TV anbietet. Die in vielen Mehrfamilienimmobilien üblichen oft langjährigen Verträge mit den Kabelnetzbetreibern sorgen stattdessen dafür, dass einzelne Mieter und Eigentümer sich nicht gegen einen Kabelanschluss entscheiden können, wenn sie mit dem Angebot im Kabel nicht einverstanden sind sondern selbst dann monatliche Beiträge für den Kabelanschluss zahlen müssen, wenn Sie ihr TV-Programm via DVB-T oder Satellit empfangen. Diese Wettbewerbsverzerrung wird durch das Verbot der festen Installation einer Satellitenantenne oft noch verstärkt.

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