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Filmkritik: „X-Men: Apocalypse“

 

„X-Men: Apocalypse“ spielt wie bereits die vorherigen „X-Men“-Filme in einer alternativen Zeitlinie und ist diesmal in den Achtziger Jahren angesiedelt. Doch statt das Ganze wieder für eine raffinierte Superhelden-Geschichte zu nutzen, die den Zeitaspekt immer wieder mit einbezieht, ist „X-Men: Apocalypse“ ein ziemlich simpel gestrickter Superhelden-Film, der sich um einen Mega-Mutanten aus der Zeit der Pharaonen dreht, der im 20. Jahrhundert die Herrschaft über die Menschheit erlangen will. Dazu bedient er sich der Unterstützung einiger Mutanten, denen er mit seiner Übermacht zu neuen Fähigkeiten verhelfen kann.

„X-Men: Apocalpyse“ ist pures Popcorn-Kino mit viel Bombast mit einer Menge digitaler Kulissen im Hintergrund und die Geschichte bietet weder interessante Twists noch sonderlich viele gelungene amüsante Momente. Wie man es schon unzählige Male gesehen hat, gibt es auch in „X-Men: Apocalypse“ ziemlich viel actionlastiges CGI-Gemetzel und der Showdown mit vorhersehbarem Ausgang wird ewig in die Länge gezogen. In der ersten Stunde dreht sich der Film aber zunächst einmal überwiegend um die X-Men selbst, die sich zum Teil in verschiedene Ecken der Welt verschlagen haben und der Vorstellung der neuen Superhelden. So wird fast jedem der Charaktere erst einmal etwas Zeit zur Einführung in die Handlung gewidmet. Das Problem dabei ist allerdings, dass es ähnlich wie bei den „Avengers“ mittlerweile zu viele Superhelden im X-Men-Universum gibt und so für solche Nebensächlichkeiten viel Zeit draufgeht, ohne dass etwas Spannendes passiert.

Selbst der „Wolverine“-Gastauftritt lässt den gewohnten Charme und Lässigkeit vermissen, sondern wirkt nur wie eine  Pflichtveranstaltung für die Fanboys und als Mini-Teaser für den nächsten „Wolverine“ Solo-Film. Aber immerhin bekommt „Quicksilver“ (Evan Peters) wieder einmal die Gelegenheit, mit seinem temporeichen Auftritt ganz ohne große Worte für kurze Zeit allen anderen Beteiligten die Show zu stehlen.

„X-Men: Apocalypse“ läuft seit dem 19.05.2016 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich im September auf Ultra HD Blu-ray, Blu-ray Disc und DVD.

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