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Filmkritik „Wonder Woman“

Die Amazonenprinzessin Diana (Gal Gadot) wächst inmitten von Frauen in einem Inselparadies auf. Doch als während des Ersten Weltkriegs der Pilot Steve Trevor (Chris Pine) mit seinem Flugzeug vor der Küste der Insel abstürzt, muss sie feststellen, dass ausserhalb ihrer Heimat die Welt in großer Gefahr ist …

Nachdem Gal Gadot bereits in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ einen kurzen Auftritt als „Wonder Woman“ hatte,  erzählt der erste Solo-Film die Anfänge der Superheldin, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs für Frieden sorgen will.

„Wonder Woman“ ist der erste große Kinofilm für die Regisseurin Patty Jankins, die nach ihrem Kino-Debüt „Monster“ (2003) in den letzten Jahren vor allem fürs Fernsehen tätig war.

Im Unterschied zu Zack Snyders trashig-überzeichneten „Batman v Superman: Dawn of Justice“ wirkt „Wonder Woman“ trotz der in der Vergangenheit angesiedelten Handlung weitaus näher an der wirklichen Welt und erzählt eine alternative Geschichte des Ersten Weltkriegs, die die Comic-Elemente mit der Realität recht geschickt verbindet. Die Handlung ist zwar nicht ganz so vielschichtig und abwechslungsreich wie Christopher Nolans „The Dark Knight“-Trilogie, aber dafür gerät die zur Kämpferin erzogene Diana immer wieder in amüsante Konflikte, wenn sie in der noch ziemlich männlich dominierten Frühzeit des 20. Jahrhunderts ihren Willen durchsetzen will und ihr niemand auch so recht Glauben schenken mag, wenn Sie das Werk  des Kriegsgottes Ares als Wurzel allen Übels vermutet.

Leider kommt auch „Wonder Woman“ nicht ganz ohne aufgeblasene Action-Szenen mit viel CGI-Technik aus, die trotz des eleganten Stils auch immer wieder unfreiwillig komisch wirken, wenn die Tricks der Digitaltechnik doch zu offensichtlich zu erkennen sind. Dafür bekommt Patty Jenkins es aber immer wieder wunderbar hin, Gal Gadot mit wehendem Haar zur heroischen Ikone mit weichem Herz zu stilisieren, die Chris Pine ziemlich eindeutig in die zweite Reihe platziert, der in seiner Rolle nur wie ein blasses Abziehbild von Captain Kirk aus den neuen „Star Trek“-Filmen wirkt.

„Wonder Woman“ läuft seit dem 15.06.2017 in den deutschen Kinos und wird voraussichtlich im Oktober auf Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und Blu-ray 3D veröffentlicht.

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