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Filmkritik: "Justice League"

Aus den Tiefen des Weltalls startet der Steppenwolf mit seiner Armee einen Angriff auf die Erde und droht der Menschheit mit Vernichtung. Bruce Wayne/Batman (Ben Affleck) sucht die Hilfe bei Diana Prince/Wonder Woman (Gal Gadot) und holt auch noch Verstärkung bei den Superhelden Aquaman (Jason Momoa), Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller). Doch um eine Chance gegen den Steppenwolf zu haben, ist die "Justice League" auch auf die besonderen Kräfte von "Superman" angewiesen, der allerdings noch tief unter der Erde begraben liegt ...

Nach "Batman v Superman: Dawn of Justice" ist "Justice League" der nächste große DC-Film von Zack Snyder, der die Regie aus privaten Gründen während der Postproduction an Joss Whedon (The Avengers) übergab.

Obwohl es vom Studio die Anweisung gegeben haben soll, die Filmlänge von zwei Stunden nicht zu überschreiten, wirkt "Justice League" keineswegs künstlich gestrafft sondern hat über weite Strecken mit Ausnahme der Action-Szenen sogar ein eher gemächliches Erzähltempo. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass die Story auf ein Minimum reduziert ist und der Film sich vor allem mit den einzelnen Mitgliedern der "Justice League" beschäftigt. So besteht die Handlung gerade am Anfang überwiegend daraus, dass zwischen den verschiedenen Figuren und Handlungsorten hin- und hergesprungen wird. Dabei entsteht kaum Spannung und selbst die meisten CGI-Action-Sequenzen wirken etwas ermüdend und auch nicht besonders technisch ausgefeilt. "Justice League" wirkt weniger finster-martialisch als die früheren Zack Snyder-Filme, ist aber dennoch von der betonten Lockerheit der Marvel-Filme weit entfernt.

Die Lichtpunkte in "Justice League" sind Gal Gadot, der man die Überzeichnung ihrer Figur bereits in "Wonder Woman" problemlos abkaufte und Ben Affleck, der wieder einmal Neugier darauf weckt, wie eines Tages ein Batman Solo-Film mit ihm aussehen könnte.

Die Einführung der noch nicht ganz so bekannten Superhelden Cyborg (Ray Fisher) und The Flash (Ezra Miller) erfolgt hingegen ziemlich unspektakulär, ohne dass den Darstellern die Möglichkeit gegeben wird, bei ihrem ersten Auftritt besonders zu glänzen. Es entsteht auch nur an wenigen Stellen eine besondere Gruppendynamik und für einen Superhelden-Film wird in den Dialogen erstaunlich viel herumgejammert.

Insgesamt ist "Justice League" für einen Film, der eigentlich den Auftakt zu einem größeren Zusammenwirken der DC-Helden bilden soll, mit seinen wenigen Story-Ideen kaum dazu geeignet, auch wirkliches Interesse an diesem großen DC Cinematic Universe zu wecken.

"Justice League" läuft seit dem 16.11.2017 in den deutschen Kinos. Mit der Heimkino-Veröffentlichung ist ab März 2018 zu rechnen.

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