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Filmkritik: „Jack Reacher“

Jack Reacher (Tom Cruise) der heimatlose ehemalige Major der Militärpolizei, taucht wieder aus dem Nichts auf und kommt einer Intrige auf die Spur, nachdem seine Nachfolgerin in Washington, Major Susan Turner (Cobie Smulders) unter den Verdacht der Spionage gerät. Reachers Hilfeversuche haben ungeahnte Konsequenzen. Denn schon bald gerät Reacher selbst in das Visier der Ermittler und wird des Mordes bezichtigt. Zusammen mit Turner wird Reacher von der Militärpolizei gejagt und nur wenn es ihnen gelingt, die Hintermänner der Intrige zu enttarnen, haben Sie eine Chance, ihre Unschuld zu beweisen …

Der erste „Jack Reacher“-Film aus dem Jahr 2013 war eine clevere Detektiv-Geschichte, in der Reacher eine auf den ersten Blick eindeutige Mordserie Stück für Stück dekonstruierte und die Tat plötzlich aus einem ganz anderen Licht erscheinen lies. Der zweite Film mit dem mysteriösen Ex-Major, über dessen Vergangenheit der Zuschauer wieder nur wenige weitere Bruchstücke erfährt, ist hingegen weitaus actionlastiger konzipiert und erscheint eher wie eine Mischung aus „Jason Bourne“ und „Auf der Flucht“.

So dreht sich der Film auch weniger um die Finesse, mit der es Reacher gelingt, seine Gegner auszutricksen und die Hintergründe der Intrige aufzuklären, sondern Reacher und Turner sind vor allem damit beschäftigt, den auf sie angesetzten Killern zu entkommen. Zudem gerät auch noch ein Mädchen, welches möglicherweise die Tochter von Reacher sein könnte, ins Schlepptau der Flüchtenden, was vom Kern der Geschichte etwas ablenkt.

„Jack Reacher – Kein Weg zurück“ bietet durch die ständig wechselnden Handlungsorte eine Menge Abwechslung. Doch die Action wirkt für heutige Verhältnisse nicht sonderlich spektakulär, weil es bis auf routiniert wirkende Verfolgungsjagden und Action-Fights nichts Besonderes zu sehen gibt und der Film mit seinem für Hollywood-Verhältnisse recht bescheidenen Budget auch nicht in der Liga der großen Action-Spektakel wie „Mission: Impossible“ mitspielen kann.

Regisseur Edward Zwick gelingt es auch nicht, den Film visuell besonders spektakulär zu gestalten und so etwas mehr Dynamik in die Geschichte hineinzubringen. Für Action-Fans bietet „Jack Reacher – Kein Weg zurück“ aber zumindest kurzweilige Unterhaltung und gerade weil man auch in der Fortsetzung wieder nur einige weitere Puzzle-Stücke über die Vergangenheit von „Jack Reacher“ erfährt, gelingt es, den mysteriösen Zauber um diesen ebenso gerissenen wie kompromisslos harten Helden weitgehend zu bewahren.

„Jack Reacher – Kein Weg zurück“ läuft seit dem 10.11.2016 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich im März 2017 auf Blu-ray Disc & Ultra HD Blu-ray.

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