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Filmkritik: „ES“

Eine Gruppe heranwachsender Schüler in der US-Kleinstadt Derry wird mit ihren tiefsten Ängsten konfrontiert und kommt dem ultimativem Bösen auf die Spur. In der Figur des Clowns Pennywise (Bill Skarsgård) sorgt „ES“ in einem sich wiederholenden Zyklus für Tod und Schrecken unter der Bevölkerung. Aus den Tiefen der Kanalisation unterhalb der Stadt macht Pennywise Jagd auf immer neue Opfer und nur wenn sie gemeinsam ihre Angst überwinden können, haben die Kinder eine Chance zu überleben …

„ES“ ist einer der bekanntesten Horror-Romane von Stephen King und wurde bereits in den Neunziger Jahren als TV-Mini-Serie verfilmt, die seit 2016 auch auf Blu-ray Disc erhältlich ist.

Andrés Muschietti teilt die zeitlich verschachtelte Romanvorlage in zwei Hälften auf und erzählt in „ES – Kapitel 1“ zunächst nur die Geschichte der Heranwachsenden. Der Film nimmt kleinere Veränderungen vor und verlegt den Anfang der Geschichte in die 1980er Jahre. Ähnlich wie die populäre Netflix-Serie „Stranger Things“ (in der „Richie Tozier“-Darsteller Finn Wolfhard ebenfalls mitspielt) gibt es auch in „ES“ einige Retro-Elemente, die aber vergleichsweise dezent eingesetzt werden. Am Anfang ist die Inszenierung noch etwas gemächlich und auch die Übergänge zwischen den zunächst etwas episodenhaft erzählten Angsterlebnissen der Jugendlichen lässt die Story in der ersten Hälfte noch etwas holprig wirken. Hingegen verkörpert Bill Skarsgård als Pennywise von Anfang an sehr überzeugend die hinterhältige Schreckfigur und sorgt mit seinem Auftritt immer wieder für düstere Gruselmomente. An Tempo legt der Film erst im letzten Drittel etwas zu, wenn die Jugendlichen begreifen, mit was für einem Gegner sie es zu tun haben und sich gemeinsam zur Wehr setzen. Muschietti setzt nur punktweise auf harte Gore-Elemente sondern konzentriert sich vor allem darauf, Pennywise und andere Manifestationen des Grauens iin wechselhafter Form auftauchen zu lassen. Dabei bleibt es oft recht vage, was wirklich passiert oder nur der Phantasie der Jugendlichen entspringt. Visuell glänzt der Film vor allem durch die immer wieder toll arrangierten Kamerafahrten. Die Musik trägt hingegen nur recht wenig dazu bei, eine packende Atmosphäre zu erzeugen.

„ES“ wird nach dem deutschen Kinostart am 28.09.2017 voraussichtlich im Januar/Februar auf Blu-ray Disc und Ultra HD Blu-ray veröffentlicht. Amazon.de nennt derzeit den 22.02.2018 als VÖ-Termin. Laut Angaben von Regisseur Andrés Muschietti soll fürs Heimkino ein „Director’s Cut“ mit rund 15 Minuten mehr Spielzeit geplant sein.

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