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Filmkritik: „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“

„Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ (The Hobbit: The Battle of The Five Armies) ist der Abschluss von Peter Jacksons „Hobbit“-Trilogie, der aus dem putzigen Kinderbuch von J.R.R. Tolkien ein Action-Spektakel für die Fans der „Herr der Ringe“-Filme machte und damit kommerziell genau den Massengeschmack vieler Fans traf.

Smaug der Drache war in den ersten beiden Hobbit-Filmen ein mächtiger Gegner, dem lange Zeit niemand etwas anhaben konnte. Im dritten Teil ist Smaug allerdings aus dem Spiel und dadurch treten die anderen Konflikte wieder deutlicher in den Vordergrund. Thorin Eichenschild und die Zwerge von Erebor erheben ebenso Anspruch auf den Goldschatz im Berg wie die Bewohner von Esgaroth, die unter den letzten Attacken Smaugs ziemliche Verluste erleiden mussten und auch der Elbenkönig Thranduil will einen Teil der Beute bekommen und rückt mit einer eigenen Armee an. Doch als ein Angriff riesiger Orks droht, müssen sich die verfeindeten Parteien zusammenraufen, um nicht gemeinsam unterzugehen…

Das Hobbit-Finale „Die Schlacht der fünf Heere“ trägt diesen Titel nicht umsonst, denn diese große Schlacht macht den Großteil des ganzen Films aus. Am Anfang gibt es noch etwas Abwechslung mit dem Todeskampf von Smaug und dem Konflikt um den Schatz im Berg, der vor allem dem unter der „Drachenkrankheit“ leidenden Thorin Eichenschild zuzuschreiben ist, weil er immer mehr in Allmachtsphantasien verfällt und nicht bereit ist, etwas von dem Schatz abzugeben, den sich Smaug einst zusammengeraubt hat. Selbst unter den eigenen Reihen sieht Thorin Verrat, weil der wertvolle Arkenstein im riesigen Goldschatz angeblich nicht auffindbar ist.

Die große Schlacht wird episch in die Länge gezogen und zwischen dem zwischen verschiedenen Schauplätzen und Figuren stattfindenden Gemetzel bleibt auch immer viel Zeit für mit viel Pathos angereicherte Dialoge sowie kleinere Szenen über schändliche Feiglinge und sogar einen Anflug von Romantik.

Mit 144 Minuten Laufzeit ist „Die Schlacht der Fünf Heere“ rund 20 Minuten kürzer als die ersten beiden „Hobbit“-Filme. Trotzdem wirkt die etwas episodenhafte Inszenierung immer noch etwas mehr in die Länge gezogen als die Handlung eigentlich hergibt. Immerhin entwickelt die Schlacht zum Ende auch immer mehr unfreiwillige Komik, denn die Stunts haben immer weniger mit den Gesetzen der Physik zu tun und spielen stattdessen zunehmend die Möglichkeiten moderner CGI-Animationen aus. Und zum Schluss gelingt Peter Jackson mit dem Finale der „Hobbit“-Trilogie dann auch eine gelungene Verknüpfung zum „Herr der Ringe“, die es Mittelerde-Fans ermöglicht, zukünftig alle sechs Peter Jackson-Filme in einem großen Marathon anzusehen.

„Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ (The Hobbit: The Battle of The Five Armies) läuft seit dem 10.12.2014 in den deutschen Kinos und erscheint in der 144:17 Minuten lange Kinofassung voraussichtlich im April 2015 auf Blu-ray Disc, Blu-ray 3D & DVD. Für den Herbst ist wieder ein „Extended Cut“ geplant, der rund 30 Minuten mehr Laufzeit bieten soll.

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