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Filmkritik: „Black Panther“

Nach dem Tod seines Vaters kehrt  T’Challa alias „Black Panther“ (Chadwick Boseman) in seine Heimat zurück, um die Thronfolge in dem afrikanischen Staat Wakanda einzunehmen. Die Welt hält Wakanda für ein abgeschottetes Entwicklungsland. Doch in Wirklichkeit ist Wakanda im Besitz von Hochtechnologie, die dem Rest der Welt weit voraus ist und wie ein Staatsgeheimnis behandelt wird. Als eine Gruppe von Dieben den wichtigsten Rohstoff des Landes in ihre Hände bekommt, droht nicht nur das Geheimnis von Wakanda aufzufliegen sondern gleich die ganze Welt gerät in Gefahr …

Nach seinem Leinwanddebüt in „The First Avenger: Civil War“ ist der „Black Panther“ zwar bereits im „Marvel Cinematic Universe“ bekannt. Der Hintergrund dieses ersten schwarzen Marvel-Helden wird aber erst in seinem ersten Solo-Film erklärt. Dieser schickt den Zuschauer in ein von vielen Mythen geprägtes Fantasie-Land in Afrika, in dem trotz viel High Tech die Traditionen der Stammeskultur noch eine große Bedeutung spielen. Der Film spielt zum Großteil in Wakanda und dreht sich vor allem um die Machtverhältnisse innerhalb dieses Landes, welches sich aufgrund seines technologischen Fortschritts die Isolation vom Rest der Welt leisten kann.

Der „Black Panther“ ist als Superheld trotz der schützenden Kraft seines Anzugs verletzbar und nicht zuletzt immer auf die Unterstützung seiner kampfesmutigen Kriegerinnen angewiesen. Trotz der Unterstützung durch viel Technik sieht man überwiegend sehr klassische Action-Fights. Von denen gibt es eine ganze Menge in diesem recht harten Marvel-Film, der bis auf wenige Ausnahmen auch weitgehend auf humorige Momente verzichtet. Und vor allem hat „Black Panther“ auch eine richtige Story zu bieten, die den Film trotz leichter Überlänge von 135 Minuten ohne lange Durchhänger konsequent voranbringt und auch einige Wendungen zu bieten hat. Erst der Showdown bietet dann wieder den Marvel-typischen Overkill an überdrehten Stunts und spektakulärer CGI-Action.

Mit „Black Panther“ sammelt Chadwick Boseman bei seinem ersten richtig großen Auftritt im Marvel Cinematic Universe viele Sympathiepunkte und es bleibt zu hoffen, dass der „Black Panther“ in seiner unausweichlichen Fortsetzung noch nicht allzuschnell in die Superhelden-Routine verfällt sondern vor allem weiterhin den Zuschauer mit neuen Einblicken in die geheimnisvolle Welt von Wakanda überraschen kann.

„Black Panther“ ist seit dem 15.02.2018 in den deutschen Kinos zu sehen. Mit einer Veröffentlichung fürs Heimkino auf Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und Ultra HD Blu-ray ist ab Juni/Juli zu rechnen.

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