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Filmkritik: „Arrival“

Eines Tages tauchen 12 Raumschiffe aus den Tiefen des Weltalls auf der Erde auf. Die Sprachforscherin Louise Banks (Amy Adams) erhält zusammen mit dem Astrophysiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) von der Regierung den Auftrag, eine Verständigung mit den Aliens aufzunehmen. Die „Heptapods“ geben anfangs nur wenige schwer wahrnehmbare Laute von sich, über die keine Kommunikation möglich scheint. Erst als Louise es mit Schrifttafeln versucht, antworten auch die Aliens mit ihrer eigenen Schriftsprache. Doch um diese richtig zu entschlüsseln, müssen Louise und Ian erst einmal die Welt aus einer ganz neuen Perspektive betrachten …

„Arrival“ ist ein Science Fiction-Film, der auf der gerade einmal rund 60 Seiten umfassenden Kurzgeschichte „Story of your Life“ von Ted Chiang basiert, die mit dem „Nebula Award 2000“ ausgezeichnet wurde. „Sicario“-Regisseur Denis Villeneuve machte daraus einen Kinofilm, der nur ganz wenig „Action“ bietet sondern sich noch mehr als Vorbilder wie „Contact“ und „Interstellar“ vornehmlich auf die „Hard Science“ konzentriert. Regisseur Denis Villeneuve inszenierte „Arrival“ sehr entschleunigt und weder inhaltlich noch visuell wird eine besondere Spannung erzeugt. Die Darsteller können überzeugen, doch der langsame Handlungsfortschritt und die dunklen, farblich stark entsättigten Bilder machen „Arrival“ für rund 90 Minuten zu einem ziemlich ermüdenden Kino-Erlebnis. Erst in der letzten halben Stunde gewinnt der Film etwas mehr an Dramatik und sorgt für einige Überraschungselemente, die für etwas mehr Abwechslung sorgen. Trotz des trickreichen Finales bleibt dennoch der Eindruck zurück, dass die Geschichte ziemlich in die Länge gezogen wurde, um auf Spielfilmlänge zu kommen.

„Arrival“ ist nichtsdestotrotz ein sehenswerter Film, wenn man sich vorab möglichst wenig über den Inhalt informiert hat. Denn dann hat „Arrival“ trotz der ziemlich drögen Inszenierung den Charme, dass der Zuschauer überhaupt erst einmal entdecken muss, worum es in dem Film überhaupt geht.

„Arrival“ läuft seit dem 24.11.2016 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich im März/April auf Blu-ray Disc und sehr wahrscheinlich auch als Ultra HD Blu-ray.

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