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EU-Kommission verhängt Millionenstrafe für Elektronik-Hersteller

Die EU-Kommission hat Geldbußen in Höhe von insgesamt über 111 Millionen EUR gegen vier Elektronik-Hersteller verhängt. Die Wettbewerbshüter werfen Asus, Denon & Marantz, Philips und Pioneer vor, Preisbeschränkungen in Form von Fest- oder Mindestpreisbindungen vorgenommen zu haben, indem sie die Möglichkeiten ihrer Online-Einzelhändler beschränkten, die Einzelhandelspreise für gängige Elektronikprodukte wie Küchengeräte, Notebooks und Hi-Fi-Geräte eigenständig festzulegen. Vor allem Online-Einzelhändler, die sich nicht an die von den Herstellern verlangten Preise hielten, sollen mit Drohungen oder Sanktionen wie etwa einem Belieferungsstopp konfrontiert worden sein. Die Vorgänge erfolgten je nach Hersteller im Zeitraum von 2011 bis 2015 und betreffen bei Asus, Denon & Marantz und Pioneer auch den Handel in Deutschland.

Die verhängten Strafen wurden aufgrund der Zusammenarbeit der Hersteller bei den Ermittlungen bereits um bis zu 50% ermäßigt. Die höchste Strafe muss Asus zahlen (63,5 Millionen EUR), gefolgt von Philips (29,8 Millionen EUR). Die Strafen für Denon & Marantz (7,7 Millionen EUR) und Pioneer (10,2 Millionen EUR) fallen etwas geringer aus.

 

 

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