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Erste ZDF Ultra HD-Produktion kommt im Mai

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Zwar steht ein eigenes Ultra HD-Angebot des ZDF in weiter Ferne. Doch zumindest einzelne Produktionen des ZDF sind bereits in Ultra HD geplant. Das ZDF hat bereits Ende 2015 eine Dokumentation der Reihe „Terra X“ in Ultra HD in Auftrag gegeben. Diese „Terra X“-Dokumentation soll ab Mai 2016 in 4k-Auflösung unter terra-x.zdf.de zu sehen sein. Dabei will der Sender alle Versionen der Doku bis zum September auch als Download anbieten.

Für die Dokumentation mit dem Arbeitstitel „Terra X: Geheimnis Wolfskind“ wird auch eine spezielle „7.1 plus 4“-Mischung im MPEG-H-Format produziert. Dafür arbeitet die „Terra X“-Redaktion mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen zusammen, welches bei der Tonproduktion assistiert. Ähnlich wie z.B. bei Dolby Atmos werden bei diesem Mix zusätzliche Töne von oben zu hören sein.

Die „Terra X“-Episode befasst sich mit sogenannten „Wolfskindern“: Dabei handelt es sich um Kinder, die isoliert von Menschen unter Wölfen, Bären oder anderen Tieren aufgewachsen sind. Anhand der Schicksale der beiden Schwestern Amala und Kamala, die in den 1920er Jahren in Indien unter einem Rudel Wölfe gelebt haben sollen und des „Affenjungen“ John Ssebunya, der sein Heimatland Uganda sogar bei den Special Olympics vertrat, sollen die Zuschauer neuzeitliche Wolfskinder kennenlernen.

Neben der 4k-Auflösung soll es auch eine spezielle 360 Grad-Version für die Online-Nutzung geben. Dabei erhalten Benutzer mit Smartphone und einer 360-Grad/Virtual Reality-Brille (wie z.B. der Oculus Rift) die Möglichkeit, selbst durch die Landschaft navigieren und diese durch Kopfbewegungen in verschiedenen Richtungen zu entdecken. Auch am Desktop-PC soll es eine Option geben, mithilfe der Maus im 360-Grad-Modus durch das Bild zu navigieren.

Bereits Ende Oktober 2015 wurde ein erster 3D-360°-Clip des ZDF unter terra-x.zdf.de veröffentlicht. Dabei erhalten Benutzer die Möglichkeit, die Naturgewalt eines ausbrechenden Vulkans virtuell zu erleben. Ergänzt wird das Virtual Reality-Projekt durch einen erklärenden Infografikteil, der die computer-generierten Bilder in fotorealistischer Qualität ergänzen soll.

Vorerst werden solche Online-Experimente in 4k nicht im normalen Fernsehen zu sehen sein. Denn ein eigenen Ultra HD-Sender plant das ZDF bislang nicht. ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky erklärte die Position des Senders auf den Münchener Medientagen 2015: „Solange wir von der SD-Ausstrahlung nicht runterkommen, kann es auch nicht einmal irgendeinen Demo-Kanal geben“. Und bis dahin kann es noch dauern: Erst wenn die Sender von 80-90 Prozent der TV-Zuschauer in HD genutzt werden, hält Bereczky eine SD-Abschaltung ähnlich wie bei der Analog-Abstrahlung gemeinsam mit den Privatsendern für realistisch.

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